Auktion bei Sotheby′s: Banksy-Werk ″Girl with Balloon″ zerstört sich selbst | Kunst | DW | 06.10.2018
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Kunst

Auktion bei Sotheby's: Banksy-Werk "Girl with Balloon" zerstört sich selbst

Kritik am Kunstmarkt? Ein Bild des weltberühmten Streetart-Künstlers Banksy schredderte sich selbst - kurz nachdem es für umgerechnet 1,2 Millionen Euro versteigert worden war. Übrig geblieben sind Schnipsel.

"Going, Going, Gone" - mit diesen Worten postete der Künstler Banksy ein Foto der Aktion auf Instagram. Es sind die traditionellen Worte des Auktionators bevor der Hammer fällt. Das Bild "Girl with a Balloon" war am Freitagabend in dem traditionsreichen Auktionshaus Sotheby's für umgerechnet 1,2 Millionen Euro versteigert worden. Doch kaum geschehen, schaltete sich ein im Rahmen versteckter Schredder ein und zerschnitt das Kunstwerk. 

Und nun? 

Banksy ist für seine Abneigung gegenüber einer Kommerzialisierung seiner Kunst bekannt. Ausstellungen seiner Werke lehnt er ab. "Es scheint, als seien wir gerade gebanksyed worden", erklärte Sotheby's Direktor für Zeitgenössische Kunst, Alex Branczik. Es sei das erste Mal in der Auktionsgeschichte, "dass sich ein Kunstwerk automatisch selbst geschreddert hat, nachdem es unter den Hammer gekommen ist". Ob das Auktionshaus im Vorfeld informiert war, blieb zunächst unklar. Ebenso wie die Frage, was mit den Schnipseln passiert und was der Käufer dazu sagt. 

Banksy ist der prominenteste Graffiti-Künstler der Welt, seine Werke prangen in vielen Ländern an Wänden und Mauern. Häufig haben die Bilder deutliche politische Botschaften - aber nicht immer: Bei "Girl with Balloon" streckt ein kleines Mädchen seinen Arm nach einem davonfliegenden roten Ballon in Herzform aus. Das Bild gehört zu den bekanntesten Motiven des Briten, der seine Identität bis heute geheim hält.

pl/hf (afp,rtr)

 

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