Asterix trifft auf Teenie-Rebellin | Aktuell Kultur | DW | 23.10.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Comic-Klassiker

Asterix trifft auf Teenie-Rebellin

Im 38. Abenteuer des Comic-Helden Asterix dreht sich alles um den widerspenstigen Nachwuchs eines Rebellen aus dem Gallischen Krieg. Dabei macht "Die Tochter des Vercingetorix" aber einen sehr modernen Eindruck.

Das vorlaute und aufmüpfige Teenager-Mädchen Adrenaline ist gleichermaßen hübsch wie trotzig. Optisch eine wilde Mischung zwischen Klimaschützerin Greta Thunberg, Vampirjägerin Buffy und Sängerin Ariana Grande fällt die rothaarige Göre dem römischen Kaiser Caesar auf und wird für ihn zur Herausforderung. Der große Feldherr will die Tochter des gallischen Rebellen Vercingetorix entführen und zur Römerin umerziehen lassen. Doch Caesar hat die Rechnung ohne die tapferen Gallier um Asterix, Obelix und Konsorten gemacht…

Neues Asterix-Heft «Die Tochter des Vercingetorix» vorgestellt (picture-alliance/dpa/S. Glaubitz)

Der Zeichner Didier Conrad (l.) und der Texter Jean-Yves Ferri präsentieren "Die Tochter des Vercingetorix"

Historisch belegt…

In ihrem jüngsten Werk haben sich Texter Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad an einer historisch verbürgten Figur orientiert: Den legendären Arverner-Häuptling Vercingetorix gab es wirklich. Er hatte sich dem römischen Herrscher im Jahr 52 v. Chr. in der Schlacht von Alesia in Burgund geschlagen geben müssen, so steht es im "Gallischen Krieg", Caesars großem Werk, das die meisten Lateinschüler lesen mussten.

… und künstlerische Freiheit

Die rebellische Rebellen-Tochter haben sich die beiden Asterix-Macher dagegen ausgedacht. Thema des aktuellen Abenteuers sei der "Widerstand, gemischt mit der Pubertät - und die ist nicht einfach", beschreibt Ferri die Aufgabe, die sie sich für ihr viertes gemeinsames Asterix-Heft gestellt haben.

Vor sechs Jahren hatten die beiden Franzosen mit dem Heft "Asterix bei den Pikten"das Erbe des Zeichners und Autoren Albert Uderzo angetreten. Dessen kongenialer Partner, der ursprüngliche Asterix-Texter René Goscinny, war bereits 1977 gestorben.

In diesem Jahr feiert die Comic-Reihe um die kämpferischen Gallier in Frankreich bereits ihren 60. Geburtstag, in Deutschland ist sie seit gut 50 Jahren auf dem Markt.

mak/qu (dpa, afp)

Die Redaktion empfiehlt