AS Rom träumt vom nächsten Wunder | Fußball | DW | 02.05.2018
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Champions League

AS Rom träumt vom nächsten Wunder

Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League muss die AS Rom einen Drei-Tore-Rückstand gegen den FC Liverpool aufholen. Klingt eigentlich unmachbar. Aber die Römer haben so etwas kürzlich erst schon einmal geschafft.

Eigentlich ist doch alles klar: Der FC Liverpool, in dieser Saison international als einziges Team noch ungeschlagen, hat das Halbfinal-Hinspiel gegen die AS Rom mit 5:2 gewonnen und steht damit schon mit mehr als nur einem Bein im Endspiel der Champions League. Eigentlich. Sicher sein dürfen sich die Engländer vor dem Rückspiel (Anstoß Mittwoch, 20:45 Uhr MESZ, ab 20:30 Uhr im DW-Liveticker) noch lange nicht. Da reicht ein Blick aufs Viertelfinale im selben Wettbewerb. Dort hatte die Roma eine 1:4-Niederlage beim FC Barcelona noch durch ein 3:0 im Heimspiel wettgemacht und hatte dadurch erst die Duelle gegen Liverpool möglich gemacht.

"Wir haben die Basis dafür geschaffen, jetzt müssen wir es zu Ende bringen", sagte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp vor der Partie in Rom. Vier Tage später steht in der Premier League gegen den FC Chelsea dann ein Spiel an, in dem die erneute Teilnahme an der Königsklasse klar gemacht werden kann. "Ein paar Dinge sind noch zu erledigen." Doch bei den Reds rumort es momentan. Offenbar ist es zu einem Zerwürfnis, zumindest aber zu Dissonanzen, zwischen Klopp und seinem langjährigen Co-Trainer und Weggefährten Zeljko Buvac gekommen.

Jürgen Klopp und Zeljko Buvac (picture-alliance/AP Photo/R. Vieira)

Längst nicht mehr eng miteinander: Jürgen Klopp und sein Co Zeljko Buvac, der aus Liverpool nach Mainz geflohen ist

Der hat die Reise nach Italien nicht mit angetreten, Medienberichen zufolge nimmt er stattdessen in Mainz eine Auszeit. Von einer Trennung ist gar die Rede. Zuletzt soll Buvac, der in den Gazetten als das "Gehirn" hinter Klopps Gegenpressing-Taktik bezeichnet wird, gar nicht mehr an den Teamsitzungen teilgenommen haben. Und in der Liga zeugte das 0:0 gegen den Vorletzten Stoke City auch nicht gerade von einer Topform.

Hoffen auf eine "festa"

Auf Seiten der Römer verbreitet Trainer Eusebio Di Francesco Durchhalteparolen: "Wir müssen einfach daran glauben, uns mit Enthusiasmus darauf vorbereiten", sagte er am Wochenende nach dem 4:1 in der italienischen Meisterschaft beim AC Chievo Verona. "Wir haben auch zu anderen Anlässen gezeigt, dass wir es schaffen können." Natürlich spielt er da in erster Linie auf das Viertelfinale an. Dass es überhaupt nochmal spannend werden könnte in diesem Rückspiel, ist dem Nachlassen des FC Liverpool in den Schlussminuten des ersten Aufeinandertreffens zu verdanken. Bis dahin hatten sie nämlich gar mit 5:0 geführt, erst als Superstar Mohamed Salah den Platz verlassen hatte, riss der Faden, und die Römer machten ihre beiden Tore.

So könnte es also doch noch, wie Trainer Di Francesco vermutet, eine "festa", ein Fest, geben. Damit dieses dann nicht wie die Partie in der vergangenen Woche von Ausschreitungen überschattet wird, haben die Bürgermeister beider Städte an die Anhänger appelliert. In einer gemeinsamen Pressemitteilung sprachen sich Virginia Raggi und Joe Anderson für ein friedliches Miteinander in der italienischen Hauptstadt aus: "Die Fans sollten das Spiel genießen und sich außerhalb des Spielfeldes respektvoll verhalten", heißt es da.

Die Frage ist nur, ob sich die beiden Lager auch daran halten. Schließlich ist die Stimmung aufgeheizt, nachdem in Liverpool ein Heim-Fan bei Auseinandersetzungen mit Römern lebensgefährlich verletzt worden war. Zwei Roma-Anhänger müssen sich dafür in England vor Gericht verantworten. Nun soll ein 36-stündiges Alkoholverbot im Stadtzentrum und um das Olympiastadion die Gemüter etwas abkühlen. Insgesamt werden 65.000 Anhänger in Rom erwartet, davon 5000 aus Liverpool.

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