Arsenal: Arsene Wenger hört auf | Fußball | DW | 20.04.2018
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Fußball

Arsenal: Arsene Wenger hört auf

22 Jahren bei einem einzigen Verein - das muss man als Trainer erst einmal schaffen. Doch nun macht Arsene Wenger beim FC Arsenal Platz für einen Neuanfang. In London hofft man auf erneut glorreiche Zeiten.

Sein Mannschaftskapitän Per Mertesacker nennt ihn respektvoll "Boss". Sicher, die Verantwortlichen des FC Arsenal hätten sich zuletzt eine etwas erfolgreichere Performance ihres Managers Arsene Wenger und des teuren Teams gewünscht. Dennoch gibt es in der britischen Hauptstadt und in der Premier League niemanden, der diesem Trainer nicht Respekt zollt. Und auch international: "Eine großartige Karriere", sagt etwa sein deutscher Kollege Jupp Heynckes,Trainer des alten und neuen Meisters FC Bayern.

Meister 2004 ohne Niederlage

FA-Cup Finale - FC Arsenal - FC Chelsea | Arsene Wenger (picture-alliance/Offside/M. Atkins)

2017 mit dem FA Cup

Nun verlässt Arsene Wenger zum Saisonende nach 22 Jahren den englischen Spitzenklub Arsenal. Das gaben die "Gunners" am Freitag bekannt. In seiner Ära hat der 68-jährige Franzose den Traditionsklub aus London seit 1996 zu drei Meistertiteln und sieben FA-Cup-Siegen geführt. 2004 wurde Arsenal Meister, ohne auch nur ein einziges Spiel verloren zu haben. Ein Champions-League-Sieg blieb Wenger versagt. 2006 stand Arsenal im Finale, verlor aber gegen den FC Barcelona mit 1:2. Die aktuelle Saison verlief für den Verein durchwachsen. In der Tabelle der Premier League liegt Arsenal auf dem sechsten Rang. Immerhin hat Wenger noch die Chance auf einen internationalen Titel. In der Europa League steht der Klub im Halbfinale, Gegner dort ist Atletico Madrid.

Ein Privileg

"Nach sorgfältigen Überlegungen und Gesprächen mit dem Klub habe ich entschieden, dass am Saisonende der richtige Zeitpunkt ist aufzuhören", wurde Wenger in der Mitteilung zitiert. "Ich bin dankbar dafür, dass ich das Privileg hatte, so viele unvergessliche Jahre für den Verein zu arbeiten."

Was nun, Arsenal?

Wenger hatte seinen Vertrag beim Klub, in dem neben Mertesacker die deutschen Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi spielen, im Mai 2017 um zwei Jahre verlängert. Nun hört der Elsässer vorzeitig auf. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Thierry Henry, als Spieler in Arsenal eine Legende, hat vor einiger Zeit seinen Namen ins Gespräch gebracht. Zuletzt wurde auch der frühere Dortmunder Bundesliga-Coach Thomas Tuchel in London gehandelt. Medienberichten zufolge soll Tuchel jedoch beim französischen Meister Paris Saint-Germain anfangen.

ml/sn (SID, rtr, dpa)

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