Anti-Terror-Ermittlungen nach Explosion in Lyon | Aktuell Europa | DW | 24.05.2019
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Frankreich

Anti-Terror-Ermittlungen nach Explosion in Lyon

Die Detonation ereignete sich in einer Fußgängerzone der französischen Stadt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Staatschef Emmanuel Macron spricht von einem Angriff. Anti-Terror-Spezialisten ermitteln.

Nach der Explosion in Lyon haben Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Detonation hatte sich am frühen Abend im historischen Zentrum der Stadt im Südosten des Landes ereignet. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner wies die Präfekten im Land an, die Sicherheitsmaßnahmen an Orten zu verstärken, an denen sich viele Menschen aufhalten, etwa bei Sport- oder Kulturveranstaltungen. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt, niemand von ihnen lebensgefährlich.

Staatspräsident Emmanuel Macron sagte in einem Interview zur Europawahl, es habe in Lyon einen "Angriff" gegeben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine Paketbombe detonierte. In diese Richtung werde ermittelt, teilte eine Sprecherin mit. Justizministerin Nicole Belloubet erklärte allerdings am Freitagabend, es sei noch "zu früh, um zu sagen, ob man es einen Terroranschlag nennen kann".

Frankreich Anschlag in Lyon (Reuters/E. Foudrot)

Sicherheiskräfte am Tatort

Nach Angaben aus Polizeikreisen enthielt die Paketbombe Schrauben oder Bolzen. Sie sei vor einer Bäckerei an einer Straßenecke deponiert worden. Gefahndet werde nach einem Mann, der von Sicherheitskameras aufgenommen worden war. Die Aufnahmen zeigten, dass der mutmaßliche Täter mit einem Fahrrad unterwegs war und ein Paket vor der Backerei abstellte.

uh/jj/rb (dpa, afp)