Angelina Jolie fordert bessere Krisenprävention | Aktuell Nahost | DW | 17.06.2018
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Flüchtlingsleid

Angelina Jolie fordert bessere Krisenprävention

Die Schauspielerin Angelina Jolie ist schon lange als UN-Sonderbotschafterin unterwegs und das weltweit. Ihr jüngster Besuch gilt Flüchtlingen im Irak. Jolie ist schockiert über das Ausmaß des Elends.

Irak Schauspielerin Angelina Jolie in Dohuk (picture-alliance/AP Photo/C. Thomas)

Angelina Jolie tritt im irakischen Flüchtlingslager Domis vor die Mikrofone

Die Schauspielerin Angelina Jolie hat beim Besuch eines Flüchtlingslagers im Nordirak auf das Leid der Menschen aufmerksam gemacht und forderte, künftige Konflikte zu verhindern, statt deren Konsequenzen auszubaden.

Es fehlt am Nötigsten

Jolie kritisierte, das in diesem Jahr erst 17 Prozent der benötigten Hilfsgelder für Syrien an das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR überwiesen worden seien, und dass es deshalb am Nötigsten fehle: "Familien bekommen nicht die notwendige medizinische Behandlung, Frauen und Mädchen sind sexueller Gewalt ausgeliefert, viele Kinder können nicht zur Schule gehen und wir vergeben die Möglichkeit, in Flüchtlinge zu investieren, sodass sie neue Fähigkeiten erlernen und ihre Familien unterstützen können."

Sie haben alles verloren

Jolie war als Sonderbotschafterin des UNHCR bereits fünf Mal im Irak und bereits zum dritten Mal im Flüchtlingslager Domis in der semi-autonomen Kurdenregion. In dem seit 2011 bestehenden Lager leben 33.000 Flüchtlinge aus Syrien. Außerdem besuchte sie die weitgehend zerstörte Stadt Mossul, die die irakische Armee vor einem Jahr von der Terrororganisation IS zurückerobert hatte.

Dort traf Jolie Vertriebene und führte Gespräche über den Wiederaufbau. "Das sind die schlimmsten Zerstörungen, die ich gesehen habe, seitdem ich mit dem UNHCR zusammenarbeite", sagte Jolie. "Die Menschen haben alles verloren, ihre Häuser wurden zerstört, sie sind bettelarm." Sie besuchte den Irak kurz vor dem Weltflüchtlingstag, der am Mittwoch stattfindet.

de/haz (rtr, afp, unhcr)

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