Angeklagte im Fall Kim Jong Nam freigelassen | Aktuell Asien | DW | 11.03.2019
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Prozess in Malaysia

Angeklagte im Fall Kim Jong Nam freigelassen

Zwei Jahre nach dem Mord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist eine der beiden angeklagten Frauen überraschend freigelassen worden. Das Verfahren gegen sie in Malaysia wurde eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft ließ die ursprünglich erhobenen Vorwürfe gegen die 27-jährige Indonesierin Siti Aisyah fallen. Gründe wurden nach einem Bericht von Malaysias staatlicher Nachrichtenagentur Bernama zunächst keine genannt.

Die Frau war zusammen mit der Vietnamesin Doan Thi Huong unmittelbar nach dem Anschlag auf den Nordkoreaner Kim Jong Nam im Februar 2017 auf dem Flughafen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur festgenommen worden. Die beiden mutmaßlichen Täterinnen behaupten, dass sie von einem Mann für eine Fernsehshow im Stil von "Versteckte Kamera" angeheuert wurden. Angeblich wussten sie nicht, dass es sich bei der Substanz, mit der Kim Jong Nam getötet wurde, um ein Nervengift handelt.

Prozess gegen Vietnamesin geht weiter

Der indonesische Botschafter in Malaysia, Rusdi Kirana, äußerte sich zufrieden über die Entscheidung. Siti Aisyah solle jetzt so schnell wie möglich zurück in ihre Heimat gebracht werden.

Kim Jong Uns Halbbruder war zuhause in Ungnade gefallen und lebte im Ausland. Der Fall hatte die Beziehungen zwischen Malaysia und Nordkorea massiv belastet. Vermutet wird, dass der nordkoreanische Geheimdienst hinter dem Anschlag steckt. Die Vietnamesin muss sich weiterhin vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihr die Todesstrafe.

gri/djo (dpa, afp)

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