Amelia Boynton Robinson gestorben | Aktuell Amerika | DW | 27.08.2015
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Aktuell Amerika

Amelia Boynton Robinson gestorben

Sie setzte sich für die Rechte der schwarzen Amerikaner ein und war eine Weggefährtin Martin Luther Kings. Für ihre Überzeugungen wurde sie um ein Haar umgebracht. Robinson wurde 104 Jahre alt.

Amelia Boynton Robinson starb am Mittwoch in Montgomery im Bundesstaat Alabama an den Folgen eines schweren Schlaganfalles. Sie war die erste schwarze Amerikanerin, die sich um ein Mandat für den US-Kongress bewarb, scheiterte aber 1964 in den Vorwahlen der Demokraten. Sie wurde am "Blutsonntag" 1965 schwer verletzt, als Polizisten versuchten, schwarze Wahlrechtsdemonstranten mit Gewalt am Überqueren der Edmund-Pettus-Brücke in Selma zu hindern.

Terri Sewell, Alabamas erste gewählte schwarze Kongressabgeordnete sagte, Robinsons Kandidatur für den Kongress 1964 habe den politischen Weg für sie geebnet.

Zeugin des historischen Wahlrechtsgesetzes

"Mrs. Boynton Robinson erlitt schwere Ungerechtigkeiten auf der Edmund-Pettus-Brücke in Selma durch Staatspolizisten am "Blutsonntag", aber sie ließ sich nicht einschüchtern", sagte Sewell im Januar 2015. "Sie marschierte mit Dr. Martin Luther King, meinem Kollegen John Lewis und tausenden anderen Menschen von Selma nach Montgomery und war schließlich Zeugin des Tages, als ihre Arbeit zur Verabschiedung des historischen Wahlrechtsgesetzes von 1965 führte. "

Amelia Boynton Robinson mit Präsident Barack Obama (Foto: Getty Images/AFP/Loeb)

Amelia Boynton Robinson mit Präsident Barack Obama

Erneute Popularität erhielt Boynton Robinson durch den Film "Selma" (2014), der die Märsche von Selma nach Montgomery im Jahr 1965 dokumentierte, die zur Verabschiedung des Wahlgesetzes führten. Sie gelten als Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung.

Bei Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Selma-Marsches im März hatte Präsident Barack Obama die "Matriarchin der Wahlrechtsbewegung" in einem Rollstuhl über die Edmund Pettus-Brücke geschoben.

elst/pg (dpa, ap)