Algeriens Parlamentspräsident zurückgetreten | Aktuell Afrika | DW | 02.07.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nordafrika

Algeriens Parlamentspräsident zurückgetreten

Wochenlang haben die Regierungskritiker in Algerien gegen Mouad Bouchareb demonstriert. Nun hat der Parlamentspräsident sein Amt zur Verfügung gestellt. Der Politiker zählte zur alten Führungselite des Landes.

Mouad Bouchareb (Archivbild), der im Oktober auf den Posten gewählt worden war, reichte am Dienstag seinen Rücktritt ein. Sein Stellvertreter Tarbash Abdul Razzak soll die Geschäfte führen, bis innerhalb von 15 Tagen ein Nachfolger gewählt ist.

Viele der Demonstranten, die sich seit Wochen im ganzen nordafrikanischen Land zu friedlichen Massenmärschen versammeln, sehen Bouchareb als Teil der Machtelite um den Langzeitherrscher Abdelaziz Bouteflika. Dieser war im April nach Massenprotesten und Druck des Militärs zurückgetreten.

Algerien Anti-Regierungsproteste in Algier (Getty Images/AFP/R. Kramdi)

Dauerprotest in Algerien (Archivbild)

Stetiger Druck

Bouchareb war Mitglied der Nationalen Befreiungsfront (FLN), die in Algerien seit der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1962 regiert hatte. Zuletzt hatten auch andere Politiker den Druck auf Bouchareb erhöht und seinen Rücktritt gefordert.

Die frühere französische Kolonie Algerien befindet sich seit Monaten in einer politischen Krise. Am Donnerstag sollten in dem größten Flächenstaat Afrikas eigentlich Präsidentschaftswahlen stattfinden. Mangels gültiger Kandidaturen wurde die Wahl aber verschoben, ein neuer Termin steht noch nicht fest.

cgn/uh (afpe, dpa)