Alexander Zverev bezwingt Dzumhur | Sport | DW | 01.06.2018
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Alexander Zverev bezwingt Dzumhur

Deutschlands Nummer eins im Männer-Tennis erreicht bei den French Open zum ersten Mal das Achtelfinale. Zudem braucht Novak Djokovic einen neuen Schläger. Und bei den Damen ist eine Mitfavoritin vorzeitig ausgeschieden.

Alexander Zverev hat nach einem weiteren nervenaufreibenden Fünfsatz-Krimi erstmals in seiner Karriere das Achtelfinale der French Open erreicht. Der an Nummer zwei gesetzte Deutsche kam gegen den Bosnier Damir Dzumhur zu einem 6:2, 3:6, 4:6, 7:6 (7:3), 7:5-Zittersieg und überstand damit erst zum zweiten Mal in seiner Karriere überhaupt die dritte Runde bei einem Grand-Slam-Turnier. Bislang war Zverev lediglich 2017 in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen. Es war das zweite Marathon-Match für Zverev in Folge: Bereits in der zweiten Runde hatte der Weltranglistendritte bei seinem Sieg gegen den Serben Dusan Lajovic über fünf Sätze gehen müssen. 

Zverev hinterließ auf dem Court Philippe Chatrier, dem Centre Court der Anlage Roland Garros, zu Beginn einen starken Eindruck. Seine Schläge kamen platziert, der Gegner musste mehr laufen, als ihm lieb war. Nach nur 24 Minuten gewann Zverev den ersten Satz und ging auch im zweiten Durchgang früh mit einem Break in Führung. Dann jedoch stellte Dzumhur sein Spiel um, nahm Zverev gleich zweimal den Aufschlag ab und schaffte so den Satzausgleich. 

Im dritten Durchgang kippte das Match, vor allem weil Zverev nun viele einfache Fehler unterliefen. Dzumhur diktierte mit seinem variablen Spiel inklusive zahlreicher Stopps das Geschehen. Nachdem sich Zverev in einem packenden vierten Satz jedoch im Tiebreak durchgesetzt hatte, entschied er das Duell schließlich nach 3:54 Stunden doch noch für sich.

"Es war ein hochklassiges Match und das erste Mal, dass ich auf diesem Court gewonnen habe", sagte Zverev im Siegerinterview auf dem Platz. "Ich hoffe, es kommt noch viel mehr."

Verdasco wirft Dimitrow raus

Anders als Zverev ist der Weltranglistenfünfte Grigor Dimitrow in der dritten Runde der French Open ausgeschieden. Der Bulgare verlor glatt mit 6:7 (4:7), 2:6, 4:6 gegen den einstigen Top-Ten-Spieler Fernando Verdasco. Der Spanier hatte im vorigen Jahr Alexander Zverev in der ersten Runde ausgeschaltet. Auch Novak Djokovic darf sich über das Erreichen der nächsten Runde freuen. Der ehemalige Weltranglistenerste setzte sich gegen Roberto Bautista Agut aus Spanien in vier Sätzen mit 6:4, 6:7 (6:8), 7:6 (7:4) und 6:2 durch. Zwischendurch zertrümmerte der Serbe vor Wut seinen Schläger, ließ sich aber nach seinem Sieg vom Publikum feiern.

Frankreich, Paris: French Open, Novak Djokovic zertrümmert seinen Schläger (REUTERS/P. Rossignol)

Djokovic: Meistens sehr lustig, hier aber sehr wütend

Bei den Damen ist Mitfavoritin Jelena Switolina überraschend in der dritten Runde ausgeschieden. Die Ukrainerin unterlag der Rumänin Mihaela Buzarnescu 3:6, 5:7 und muss damit die Hoffnung auf ihren ersten Grand-Slam-Triumph erneut vorzeitig begraben. Switolina hatte in der Vorwoche das WTA-Turnier in Rom gewonnen und sich durch ihren dritten Turniersieg 2018 zu einer der heißesten Kandidatinnen auf den Titel in Roland Garros aufgeschwungen. Ebenfalls im Achtelfinale steht die Weltranglisten-Zweite Caroline Wozniacki, die US-Amerikanerin Madison Keys, die Russin Darja Kassatkina und Julia Putinzewa aus Kasachstan. Einige Partien vom Freitag müssen wegen anhaltenden Regen am Samstag nachgeholt werden. Insgesamt sind noch sechs deutsche Profis in Paris dabei.

asz/sn (dpa, sid)

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