Alexander von Humboldt: Abenteurer mit Intellekt | Kultur | DW | 17.06.2019
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Kultur

Alexander von Humboldt: Abenteurer mit Intellekt

Er reiste nicht, um zu erobern, sondern um zu erforschen. Alexander von Humboldt hatte stets die Natur im Blick – und die Feder für Aufzeichnungen gezückt.

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"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben", sagte Alexander von Humboldt - vielleicht war es ein kleiner Seitenhieb auf seine Kollegen, deren Forschungs- und Entdeckerreisen oftmals zu Eroberung und Ausbeutung führten. Humboldt ging anders vor: Er studierte das, was er entdeckte, ganz genau und mit Respekt vor dem, was er da antraf.

Auf seiner berühmten Orinoco-Reise, die er zusammen mit dem Botaniker Aimé Bonpland durch die amerikanischen Tropen bestritt, ließ er sich auch von den widrigsten Umständen nicht von der Arbeit abhalten: "Vier Monate hindurch schliefen wir in Wäldern, umgeben von Krokodilen, Boas und Jaguaren […], nichts genießend als Reis, Ameisen […] und bisweilen Affen." Sie tranken Wasser aus dem Orinoco und mussten sich vor Moskitos schützen, die "die Luft verdunkelten".

Alexander von Humboldt (1769-1859) in seiner Bibliothek, Chromolithographie von Eduard Hildebrant (picture-alliance/CPA Media)

Humboldt in seiner Bibliothek, Druck von Eduard Hildebrant

Die Reise an den südamerikanischen Fluss Orinoco war nur ein Teil der Expeditionen Humboldts, die er in seinen "Amerikanischen Tagebüchern" zusammengefasst hat - jedes Ereignis, jede Begegnung hat er auf den 4500 Manuskriptseiten mit ihren rund 450 Skizzen und Zeichnungen minutiös geschildert. Und jede Seite zeigt, wie sich sein Blick auf diese neue Welt verändert hat.

Über die digitalisierte Sammlung der Berliner Staatsbibliothek kann man sich die "Amerikanischen Tagebücher" online ansehen

Hier geht es zu weiteren Videos der "Schatzkammer Berlin – Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz".

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