Airbus will offenbar tausende Stellen streichen | NRS-Import | DW | 02.03.2018
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Luftfahrtindustrie

Airbus will offenbar tausende Stellen streichen

Grund für die Streichung oder Verlagerung von rund 3600 Stellen sind laut einem Pressebericht Produktionskürzungen beim A380 und dem Militärtransporter A400M. Betroffen sollen auch Produktionsstätten in Deutschland sein.

Frankreich International Paris Air Show | Airbus A380 (Getty Images/AFP/E. Piermont)

Airbus A380-Demonstrationsflug bei der Pariser Luftfahrtschau 2017

Der Flugzeugbauer Airbus werde etwa 3600 Jobs vor allem in Bremen, Augsburg, im spanischen Sevilla sowie im britischen Filton verlegen oder komplett streichen, berichtete das französische Magazin "Challenges" in seiner Online-Ausgabe. Die Werke in Hamburg und Stade könnten ebenfalls betroffen sein. An den französischen Werken des europäischen Flugzeugbauers soll es demnach kaum Stellenstreichungen geben.

Auftragsbücher schlecht gefüllt

Der Kürzungsplan solle am 7. März offiziell bekanntgegeben werden, heißt es in dem Medienbericht. Hintergrund seien die dünne Auftragslage beim A380 und die zeitliche Streckung des Produktionsplans beim Airbus A400M. Hätte nicht die Fluggesellschaft Emirates im Januar insgesamt 36 der A380-Riesenflieger geordert, hätte Airbus die Produktion des weltgrößten Passagierjets komplett einstellen müssen. 

Ein Unternehmens-Sprecher wollte den Medienbericht auf Nachfrage nicht kommentieren. Dass sich die gesenkten Produktionsraten beim A380 auch auf die Beschäftigten auswirken würden, war bereits länger absehbar. Airbus hatte im Sommer 2016 mitgeteilt, mangels ausreichender Bestellungen ab 2018 jährlich nur noch zwölf Maschinen des Typs auszuliefern. Ab 2019 sollen es dann nur noch acht sein. Allerdings schien Airbus die frei werdenden Mitarbeiter gut an anderen Stellen einsetzen zu können.

Beim A400M soll der Auslieferungsplan wegen anhaltender Verzögerungen und technischer Probleme um mehrere Jahre gestreckt werden. Darauf hat sich der Hersteller mit Käuferstaaten wie Deutschland und Frankreich vor wenigen Wochen grundsätzlich geeinigt. Konzernchef Tom Enders hatte bei der Bilanzvorlage im Februar bereits eingeräumt, dass dies auch Auswirkungen auf die Beschäftigten haben werde.

qu/wa (dpa, afpf)

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