Airbus wegen Lieferproblemen ausgebremst | Wirtschaft | DW | 27.04.2018
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Flugindustrie

Airbus wegen Lieferproblemen ausgebremst

Ohne Triebwerke keine Flugzeuge. Dieser simple Umstand hat Airbus im ersten Quartal einen deftigen Einbruch beschert. Weil es Probleme bei Zulieferern gibt, stockt die Produktion der Verkaufsschlager A320 und A330.

Für die ersten drei Monate des Jahres sank der Umsatz des europäischen Flugzeugkonzerns um zwölf Prozent: Airbus vermeldete am Freitag noch 10,1 Milliarden Euro Umsatz. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) hielt sich der Konzern mit Sitz in Toulouse mit 14 Millionen Euro nur knapp in der Gewinnzone. Der Ausgangspunkt der Probleme liegt laut Airbus bei den Zulieferern  Pratt & Whitney und CFM, von denen wegen technischer Schwierigkeiten zeitweise gar keine Triebwerke kamen. Dutzende neue Flugzeuge standen deshalb auf Halde.

"Es ist für uns alle eine herausfordernde Situation", sagte AirbusVorstandschef Tom Enders. "Aber auf Basis der Zuversicht der Triebwerkshersteller und ihrer Fähigkeit, ihre Zusagen einzuhalten, können wir unsere Erwartungen für das Gesamtjahr bestätigen." Airbus will im laufenden Jahr 800 Verkehrsflugzeuge ausliefern. Das wäre ein neuer Firmenrekord.

ILA Berlin Lufthansa Maschine Turbine (DW/E. Ursi)

Ohne Turbine kein Flugzeug. Hier ist alles in Ordnung.

Kinderkrankheiten bei Triebwerken? 

Der A320 und das Langstreckenflugzeug A330 sind die größten Umsatz- und Gewinnbringer von Airbus. Beide haben neuartige und kraftstoffsparende Triebwerke bekommen, die aber offenbar unter Kinderkrankheiten leiden. Ein Teil dieser neuen Turbofan-Triebwerke von Pratt & Whitney wird bei MTU Aero Engines in München gebaut.

Beim Verkaufsschlager A320 prüft Airbus, die Produktion schneller hochzufahren als bisher geplant. Bis 2019 könnten 63 pro Monat ausgeliefert werden, zurzeit sind es 55. Später peilt Airbus einem Insider zufolge sogar 75 pro Monat an. Doch Zulieferer wie die französische Safran halten es für fraglich, dass sie mit dem Tempo mithalten können. Safran gehört zum CFM-Konsortium, das die Hälfte der A320-Triebwerke baut.

ar/hb (dpa, rtr)

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