AIDAnova erfolgreich ausgedockt | Aktuell Deutschland | DW | 22.08.2018
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Kreuzfahrten

AIDAnova erfolgreich ausgedockt

Das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, das mit Flüssiggas betrieben wird, steht kurz vor der Auslieferung. Die AIDAnova mit mehr als 2600 Passagierkabinen verließ das Baudock der Meyer Werft in Papenburg in Niedersachsen.

Deutschland AIDANova (picture-alliance/dpa/H.-C. Dittrich)

Die AIDAnova wird ausgedockt

Schlepper haben den beleuchteten Ozeanriesen bei anbrechender Dunkelheit Meter um Meter in Richtung der Ausrüstungspier im Werfthafen gezogen. Dort erhält das Schiff nun die Masten, die Schornsteinverkleidung und weitere Ausrüstung. Auch der Innenausbau wird vorangetrieben.

Am 31. August soll die AIDAnova in Papenburg getauft werden. Dann wird sie über die Ems in die Nordsee überführt und abschließend getestet. Mitte November soll das 337 Meter lange und 42 Meter breite Schiff an die AIDA-Reederei übergeben werden. Die Jungfernfahrt startet am 2. Dezember in Hamburg. 

Im Umweltranking auf Platz 1

Der Antrieb mit Flüssigerdgas (LNG) ist in der Branche ein Novum. Daher belegt die AIDAnova im Umweltranking des Naturschutzbundes NABU derzeit den ersten Platz, obwohl das Schiff noch keine Seemeile gelaufen ist. Die AIDAnova kann als erstes Kreuzfahrtschaiff weltweit vollständig mit Flüssiggas betrieben werden. Allerdings ist auch weiter der Einsatz von Dieselöl möglich. Nach Angaben der Meyer Werft ist dies als Reserve gedacht, falls auf See das Gas ausgehen sollte.

Verflüssigtes Erdgas gilt als weniger umweltbelastender Treibstoff als Diesel oder Schweröl. Aida sieht sich dabei in einer Vorreiterrolle. Die Meyer Werft betrat mit dem Bau des Schiffes Neuland - auch, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Derzeit beschäftigt die Werft an der Ems rund 3450 Menschen.

AIDA Cruises (Rostock), Marktführer für Kreuzfahrten in Deutschland, hat bei Meyer bislang drei LNG-Schiffe in Auftrag gegeben. Das Unternehmen investiert laut eigenen Angaben mehr als drei Milliarden Euro in den Ausbau der Flotte.

se/fw (dpa, ndr)