Ai Weiwei verlässt Berlin | Kunst | DW | 03.05.2018
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Kunst

Ai Weiwei verlässt Berlin

Sein Studio soll bleiben, er selbst aber will weiterziehen. Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat angekündigt, dass er nach einem neuen Wohnort sucht. Wo er hin will, weiß er noch nicht. Aber es sollte sonniger sein.

Drei Jahre nun wohnt er schon in Berlin. Der Künstler und Menschenrechtsaktivist, der im vergangenen Jahr 60 geworden ist, hatte sich nach der Rückerstattung seines Passes durch die chinesischen Behörden 2015 hier niedergelassen und ein schon länger geplantes Atelier in den Kellerräumen einer ehemaligen Brauerei am Pfefferberg im Bezirk Prenzlauer Berg eröffnet.

Seine dreijährige Gastprofessur an der Universität der Künste läuft in diesem Sommer aus. "Berlin hat mir eine wichtige Zeit zur Neuorientierung gegeben. Mit meinem Untergrundstudio und meiner Unkenntnis der deutschen Sprache hat es mir geholfen, die notwendige Abgeschiedenheit für meine Arbeit zu bekommen", erklärte Ai und versicherte: "Mein Studio in Berlin wird immer meine Basis in Europa bleiben. Das gebe ich nie auf."

Der wichtigste Grund für die Suche nach einem neuen Wohnort sei die Sprachbarriere. Zudem wolle er in seiner verbleibenden Zeit gern irgendwo leben, wo es mehr Sonne gebe. "Wo auch immer ich mich niederlasse - ich würde es nicht Heimat nennen, sondern eher eine notwendige Entscheidung auf dieser Reise", so Ai Weiwei. 

pl/so (dpa)

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