Adam Peaty schwimmt Weltrekord | Sport | DW | 04.08.2018
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European Championships

Adam Peaty schwimmt Weltrekord

Der Olympiasieger schlägt bei den European Championships über die 100 Meter genau nach 57 Sekunden an und unterbietet die von ihm selbst aufgestellte Bestmarke zum vierten Mal. Das deutsche Team holt sein erstes Gold.

Er starrte sekundenlang auf die Anzeigetafel. Und konnte zunächst gar nicht glauben, was er dort las: 57,00 Sekunden - Weltrekord. Adam Peaty schnellte seine Arme ins Wasser hinein, so dass es nur so spritze. Der Brite hat es geschafft: Er stellt den nächsten Weltrekord auf - den vierten in Folge über seine Paradestrecke, die 100-Meter-Brust. Diesmal war er 13 Hundertstelsekunden schneller als bei seiner letzten Bestmarke bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. 

"Das ich an diese Zeit heran komme, das hätte ich wirklich nicht erwartet - das ist einfach fantastisch", sagte der 23-Jährige unter dem Jubel der heimischen Fans. "Ich hab es einfach laufen lassen und die Leidenschaft von den Leuten hier in der Halle hat natürlich sehr geholfen."

Geholfen hat dabei wohl auch sein hartes Training. Der junge Schwimmer mit dem Löwen-Tattoo auf dem linken Arm trainiert täglich vier Stunden an der Universität Loughborough, zusätzlich kommen noch eineinhalb Stunden im Krafttraining. Schon längst vor den Europameisterschaften in Glasgow sah sich Peaty immer wieder der Frage ausgesetzt, ob er glaube, dass es möglich sei, die 100-Meter-Brust unter 57 Sekunden zu schwimmen. "Ja. Ich denke, 56 tief, 56 Mitte, das ist menschenmöglich", war eine seiner Antworten. Wenn es einem Schwimmer gelingen sollte, dann wohl ihm. 

Wettbewerb feiert internationale Premiere

European Championships 2018 Mixed 4x200 Meter deutsches Team (Getty Images/AFP/F. X. Marit)

Jacok Heidtmann, Reva Foos und Henning Mühlleitner jubeln über Gold

Fast ebenso überraschend wie die neue Weltrekordzeit von Peaty war der Sieg der deutschen gemischten Freistil-Staffel. Bei der Premiere über 4x200 Meter schlug das Quartett mit Jacob Heidtmann, Henning Mühlleitner, Reva Foos und Annika Bruhn nach 7:28:,43 Minuten als Erste an. Silber ging an Russland vor Großbritannien. 

sw/sam (dpa, sid)