Acht Jahre Haft für Teenagerin wegen Anschlagsplanungen | Aktuell Europa | DW | 27.11.2017
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Dänemark

Acht Jahre Haft für Teenagerin wegen Anschlagsplanungen

Ein Berufungsgericht in Kopenhagen befand die 17-jährige Dänin für schuldig, Bombenanschläge auf zwei Schulen geplant zu haben. Zudem habe sich die Jugendliche der IS-Miliz als Kämpferin angeboten.

Deutschland, Arabische Muslima mit Burkas und Kopftüchern spazieren in der Innenstadt Kölns (imago/R.Peters)

Junge Muslima in Europa (Archivbild)

Die Teenagerin habe sich mit der Planung der Bombenanschläge auf zwei Schulen des versuchten Terrorismus schuldig gemacht, entschied das Gericht und verurteilte die 17-Jährige zu acht Jahren Haft.

Das Gericht folgte dennoch nicht der Empfehlung von Staatsanwaltschaft und Rechtsmedizinern auf unbefristete Sicherheitsverwahrung. Sie hielten das Mädchen für so gefährlich, dass sie sie auf unbestimmte Zeit eingesperrt sehen wollten.

Die zum Islam konvertierte Dänin hat nach Ansicht der Richter mit 15 Jahren von ihrem Zimmer im dänischen Kundby aus Kontakt zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aufgenommen und sich der radikalislamischen Miliz als Kämpferin angeboten. Innerhalb kürzester Zeit habe sie sich dann radikalisiert. Die Ermittler fanden in ihrem Zimmer unter anderem verschiedene Chemikalien und Anleitungen zum Bau von Sprengstoff. Die Jugendliche habe ihre eigene Schule und eine jüdische Schule in Kopenhagen angreifen wollen.

Im Januar 2016 war sie bei sich zu Hause festgenommen worden, nachdem sie Chemikalien zum Bau von Bomben gekauft hatte. In der Untersuchungshaft griff sie dann einen Erzieher brutal an und stach mit einer Scherbe eines zerbrochenen Spiegels auf ihn ein.

In erster Instanz hatte ein Bezirksgericht die junge Frau ursprünglich zu sechs Jahren Haft verurteilt.

qu/se (rtr, dpa)

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