35.000 Bauern demonstrieren in Indien | Aktuell Asien | DW | 12.03.2018
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Indien

35.000 Bauern demonstrieren in Indien

Sie sind viele, sie sind wütend und sie sind verzweifelt. Indiens Bauern demonstrieren in Mumbai für bessere Lebensbedingungen. Sie liefen 167 Kilometer weit, weil ihre Einkünfte oft nicht zum Überleben reichen.

Indien Bauern-Protest in Mumbai (REUTERS)

Die Bauern fordern einen Schuldenerlass und angemessene Preise für ihre Produkte. Sie hatten angekündigt, so lange in Mumbai auszuharren, bis sich die Regionalregierung auf ihre Forderungen einlässt. Der Wasser-Minister der Regionalregierung, Girish Mahajan, zeigte sich optimistisch: "Ich denke, es wird eine Lösung für 80 bis 90 Prozent ihrer Probleme geben, auch für den Schuldenerlass."

Indien Bauern-Protest in Mumbai (picture alliance/AP Photo)

Demonstrieren, weil die Einkünfte nicht mehr zum Leben reichen

Die Bauern waren mit ihren Familien am 5. März in der nordöstlichen Stadt Nashik aufgebrochen. Das letzte Stück nach Mumbai legten sie in der Nacht zurück, um kein Chaos im Berufsverkehr zu schaffen.

Indien Proteste der Bauern (Imago/Hindustan Times/R. Choudhary)

Farmer: Ein Job für Millionen, der viele nicht mehr satt macht

Rund die Hälfte der 1,2 Milliarden Inder lebt von der Landwirtschaft. Doch ihr Einkommen sinkt seit Jahren - nicht zuletzt aufgrund von Dürren. Auch in Maharashtra war die Ernte in den vergangenen Jahren wegen geringer Niederschläge mager ausgefallen. Aus Verzweiflung, etwa weil sie überschuldet sind, nehmen sich jährlich rund 2500 indische Bauern das Leben.

mm/ww (afp, dpa, epd)