32 Tote bei Gefängnisrevolte von IS-Mitgliedern | Aktuell Welt | DW | 20.05.2019
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Tadschikistan

32 Tote bei Gefängnisrevolte von IS-Mitgliedern

Unter den Toten des Häftlingsaufstands nahe der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe sind allein 24 verurteilte Mitglieder der Terrormiliz. Einer der Initiatoren der Revolte war der Sohn eines früheren Obersts.

Tadschikistan Duschanbe City (Getty Images/AFP/E. Feferberg)

Stadtansicht der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Das Gefängnis liegt nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt

Der Aufstand sei am Sonntagabend von verurteilten Mitgliedern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angezettelt worden, teilte das tadschikische Justizministerium mit. Dabei seien drei Mitarbeiter der Haftanstalt erstochen worden. Außerdem hätten die Angreifer fünf Mithäftlinge getötet, mehrere verletzt und die medizinische Abteilung in Brand gesetzt.

Beim Eingreifen der Sicherheitskräfte wurden den Angaben zufolge 24 verurteilte IS-Mitglieder getötet und 35 überwältigt. Nach Mitteilung der Behörden ist "die Situation gegenwärtig unter vollständiger Kontrolle". Die Lage habe sich wieder normalisiert. Das Gefängnis mit 1500 Insassen liegt nur wenige Kilometer außerhalb der Hauptstadt Duschanbe.

Einer der Initiatoren des Aufstandes war Bekhruz Gulmurod, der Sohn von Gulmurod Khalimov, eines ehemaligen hochrangigen tadschikischen Militärobersts, der 2015 zum "Islamischen Staat" übergelaufen war. Khalimov soll mittlerweile in Syrien getötet worden sein.

Bereits im vergangenen November hatte der IS die Verantwortung  für einen Gefängnisaufstand in Tadschikistan übernommen.

cvo/sti (dpa, afp, rtr)

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