30.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 30.09.2013
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Nachrichten

30.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem Überfall islamischer Extremisten auf eine Fachhochschule für Landwirtschaft im Nordosten Nigerias hat die EU der Regierung ihre Solidarität versichert. Die Europäische Union stehe fest an der Seite Nigerias im Kampf gegen den Terrorismus, bekräftigte Chefdiplomatin Catherine Ashton. Laut Behörden-Angaben waren mindestens 42 Studenten getötet worden. Die Angreifer hatten mitten in der Nacht zum Sonntag einen Schlafsaal in Gujba im Bundesstaat Yobe gestürmt, Studenten ins Freie gezerrt und sie dann erschossen. Anschließend feuerten sie auf weitere Hochschüler, als diese versuchten zu fliehen. Die Polizei vermutet die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hinter dem Blutbad. Die Miliz kämpft für einen islamischen Gottesstaat im Norden Nigerias. Boko Haram hat in diesem Jahr bereits mehrfach Anschläge auf Schulen in der Region verübt.

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Die beiden Atommächte Indien und Pakistan wollen die Spannungen an der Grenze zur umstrittenen Kaschmir-Region abbauen. Darauf verständigten sich die Regierungschefs beider Länder, Manmohan Singh und Nawaz Sharif am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Es war ihr erstes Treffen. Beide Staaten beanspruchen die Region im Himalaya seit gut 65 Jahren jeweils für sich. Singh und Sharif beauftragten laut offiziellen Angaben ihre Militärs, die seit 2003 geltende Waffenruhe durchzusetzen. In der mehrheitlich muslimischen Bergregion Kaschmir gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Indien hat hunderttausende Soldaten in Kaschmir stationiert, seitdem dort 1989 von Pakistan unterstützte Aufständische zu den Waffen gegriffen hatten.

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Nach dem Abzug der fünf Minister von Silvio Berlusconis Partei Volk der Freiheit aus der Regierungskoalition hat der italienische Ministerpräsident Enrico Letta für Mittwoch eine Vertrauensabstimmung im Parlament angekündigt. Er werde sowohl im Senat als auch im Abgeordnetenhaus die Vertrauensfrage stellen, erklärte der Sozialdemokrat am Sonntagabend im Fernsehen nach einem Krisengespräch mit Präsident Giorgio Napolitano in Rom. Werde er sie verlieren, "werde ich meine Schlüsse" ziehen, sagte er weiter. Eigentlich wolle er aber Neuwahlen unter dem derzeitig gültigen Wahlrecht vermeiden, weil das nur zu einem neuerlichen Patt führen dürfte. Auch Napolitano hatte angekündigt, das Parlament nur dann aufzulösen, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

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Trotz Verlusten haben Österreichs Regierungsparteien die Parlamentswahlen vom Sonntag gewonnen und können ihre große Koalition voraussichtlich fortsetzen. Die Sozialdemokraten (SPÖ) von Kanzler Faymann kamen nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf rund 27 Prozent der Stimmen, ihr konservativer Bündnispartner ÖVP auf knapp 24 Prozent. Beide verzeichneten damit historisch schlechte Ergebnisse, während die rechtspopulistische FPÖ deutlich zulegte und mit 21,4 Prozent erneut drittstärkste Kraft wurde. Zum ersten Mal schaffte das Team Stronach, die euroskeptische Partei des kanadisch-österreichischen Milliardärs Frank Stronach, mit 5,8 Prozent der Stimmen den Einzug in den Nationalrat.

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Knapp drei Monate nach einer schweren Panne hat Russland den Betrieb von Proton-Trägerraketen wieder aufgenommen. Vom Weltraumbahnhof Baikonur startete eine Rakete mit einem Kommunikationssatelliten ins All, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos der Agentur Interfax mitteilte. Der Astra-Satellit soll Fernseh- und Internetverbindungen in Europa und Afrika verbessern. Es war der erste Start einer Proton-Rakete seit einem Unfall Anfang Juli. Damals war kurz nach dem Abheben die Rakete samt drei Satelliten explodiert. Roskosmos hatte daraufhin alle Starts dieses Typs ausgesetzt.

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