300.000 Haushalte in Frankreich nach heftigem Schneefall ohne Strom | Aktuell Europa | DW | 15.11.2019
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Wetterchaos

300.000 Haushalte in Frankreich nach heftigem Schneefall ohne Strom

Der Wintereinbruch sorgt für chaotische Zustände im Südosten des Landes. Viele Häuser sind vom Energienetz abgeschnitten. Ein Mann wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Schneechaos in Frankreich (picture-alliance/dpa/MAXPPP/F. Anterion)

Massive Behinderungen in Valence, der Hauptstadt des Départements Drôme

Heftiger Schneefall hat im Südosten Frankreichs für chaotische Zustände gesorgt. In 300.000 Haushalten in den Départements Drôme, Isère, Ardèche und Rhône fiel der Strom aus, wie ein Sprecher des Energieversorgers Enedis dem Sender BFMTV sagte. Der Schneefall sei sehr ergiebig und es sei unklar, wann die Stromversorgung in den abgeschnittenen Haushalten wiederhergestellt werden könne, da es erhebliche Schäden an den Hochspannungsleitungen gebe.

"Der Zugang ist für Techniker sehr schwierig", erklärte Antoine Jourdain, Technischer Direktor und Leiter der nationalen Kriseneinheit von Enedis, dem Sender BMFTV. Es handele sich um eine Ausnahmesituation. Mehr als 1000 Mitarbeiter versuchten nun, die Schäden zu beheben.

Todesopfer in Roche

Am Donnerstagabend waren zwei Hochspannungsleitungen unter den Schneelasten zusammengebrochen. In der Gemeinde Roche im Départemente Isère kam ein 63-Jähriger ums Leben, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen. Er wurde von einem zweiten Baum erschlagen, der ebenfalls unter der Schneemasse zusammenbrach. Ein weiterer Mann wurde verletzt.

Schneechaos in Frankreich (Getty Images/AFP/J.-P. Ksiazek)

Bäume und Straßen sind im Südosten Frankreichs mit Schnee bedeckt

Außerdem führte der massive Wintereinbruch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Sowohl Autos als auch Züge sind betroffen. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Die Behörden riefen Anwohner auf, das Auto stehen zu lassen. Lkws blieben auf den eingeschneiten Straßen liegen. Rund um Grenoble wurden drei Bahnstrecken vorläufig gesperrt, da umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. In einigen Regionen blieben die Schulen geschlossen.

Der Wetterdienst hob seine Warnung für einen Großteil der Départements inzwischen wieder auf. Für das Zentrum des Landes erwarten die Meteorologen weiterhin Eis und Glätte.

jp/jj  (dpa,afp)