29.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 29.10.2013
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Nachrichten

29.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Senat, Dianne Feinstein, hat die Arbeit der Nachrichtendienste ihres Landes massiv kritisiert und indirekt eine Ausspähung von Bundeskanzlerin Angela Merkel bestätigt. Sie glaube nicht, dass die Vereinigten Staaten Telefonanrufe oder E-Mails befreundeter Präsidenten oder Ministerpräsidenten ausspähen sollten, sagte Feinstein. Sie betonte zugleich, Präsident Barack Obama habe nicht gewusst, dass die Kommunikation von Kanzlerin Merkel seit 2002 erfasst wurde. Dies sei ein großes Problem. Nach den Worten von Präsidialamtssprecher Jay Carney erwägt die Regierung inzwischen strengere Auflagen für die Arbeit der Geheimdienste.

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Die Deutsche Bank hat einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Der von Juli bis September erzielte Netto-Gewinn schrumpfte um 94 Prozent auf 41 Millionen Euro zusammen, wie das größte Geldhaus Deutschlands in Frankfurt am Main mitteilte. Grund waren vor allem Ausgaben im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und rückläufige Einnahmen des Investmentzweigs. Im ersten Halbjahr hatte die Deutsche Bank einen Gewinn von 1,995 Milliarden Euro nach Steuern erwirtschaftet. Dies waren vier Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Die Deutsche Bank sieht sich mit einer Reihe von Skandalen und Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Dem Konzern machen unter anderem Ermittlungen wegen der Verwicklung von Mitarbeitern in die Manipulation des Libor und anderer international bedeutender Zinssätze zu schaffen. Hinzu kommt der Verdacht auf Umsatzsteuerbetrug durch Konzernmitarbeiter im Handel mit CO2-Zertifikaten, der Ende 2012 zu einer Razzia bei der Bank führte.

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Mindestens 14 Tote, hohe Schäden und vielerorts Verkehrschaos sind die vorläufige Bilanz der ersten Herbststürme des Jahres in Europa. Bäume knickten um, Züge standen still und der Flugverkehr war gestört. In Deutschland starben seit Sonntag sieben Menschen durch Sturmböen von mancherorts mehr als 170 Kilometern pro Stunde. Großbritannien registrierte am Montag vier Todesopfer, die Niederlande, Frankreich und Dänemark je eines. Tief "Burkhard" und Orkan "Christian" hatten von Westen her Regenfälle und Orkanböen bis Stärke zwölf über Teile Europas gebracht.

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Die Türkei eröffnet an diesem Dienstag einen Eisenbahntunnel unter dem Bosporus. Das auf dem Grund der Meerenge verankerte Bauwerk verbindet die europäische und die asiatische Seite der Millionenmetropole Istanbul. Im Zweiminutentakt verkehrende S-Bahnen sollen stündlich bis zu 75.000 Menschen befördern. Von 2015 an sollen auch Züge im Fernverkehr durch den Bosporustunnel fahren. Mit dem Bau der Strecke, die mehr als 2,5 Milliarden Euro kostet, war 2004 begonnen worden.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die neuen Gewaltausbrüche im zentralafrikanischen Kongo, die sich auch gegen die UN-Truppe im Land richteten, scharf verurteilt. Der Tod eines UN-Soldaten aus Tansania müsse von der Regierung des Kongo so schnell wie möglich aufgeklärt werden, forderte das Gremium nach einer Sondersitzung in New York. Der Rat rief alle Beteiligten auf, mit der UN-Mission im Kongo zu kooperieren.

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Der chinesische Starpianist Lang Lang ist neuer Friedensbotschafter der Vereinten Nationen. "Mit seinem verspielten Geist und seinem großen Talent baut Lang Lang Verbindungen zu Menschen auf, nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch seine Leidenschaft für eine bessere Bildung in der Welt", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Er wolle Kinder ermutigen, Träume zu haben, betonte der 31-jährige Pianist, der sich schon seit Jahren im Namen der Vereinten Nationen unter anderem für Bildung einsetzt.

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