27.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 27.09.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

27.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

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Nachrichten von Freitag, 27.09.2019 – langsam gesprochen als MP3

Trump droht Whistleblower

Der Streit um ein Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj spitzt sich weiter zu. Nach Angaben der "Los Angeles Times" bezeichnete Trump den Whistleblower, der Inhalte des umstrittenen Gesprächs öffentlich gemacht hatte, als Spion. Demnach forderte der US-Präsident bei einem privaten Treffen mit Diplomaten indirekt eine harte Bestrafung des Informanten, der Mitarbeiter der CIA sein soll. Trump wird vorgeworfen, Druck auf die Ukraine ausgeübt zu haben, um Korruptionsermittlungen gegen den Sohn des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden zu starten.

 

US-Flüchtlingsprogramm schrumpft weiter

Die USA wollen abermals weniger Flüchtlinge im Rahmen ihres Neuansiedlungsprogramms aufnehmen. Im neuen Haushaltsjahr, das im Oktober beginnt, dürften höchstens 18.000 Menschen einreisen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Zuletzt lag die Obergrenze noch bei 30.000. Die Regierung hatte die Aufnahmebereitschaft bereits in den zurückliegenden Jahren drastisch verringert. Im Rahmen des Programms werden Flüchtlinge aus UN-Lagern in aller Welt ausgewählt, die in den USA neu angesiedelt werden. Davon unabhängig werden für das kommende Haushaltsjahr in den Vereinigten Staaten 350.000 Asylanträge erwartet.

 

Weitere US-Soldaten für Saudi-Arabien

Nach den Luftangriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien entsenden die USA 200 zusätzliche Soldaten in das Königreich. Zudem erhalte das Land Defensivwaffen, darunter weitere Patriot-Raketen, und vier Radarsysteme, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Bei Bedarf könnten die Kräfte noch aufgestockt werden. In Saudi-Arabien sind seit Sommer schon rund 500 US-Soldaten stationiert. Die Attacken auf die Ölanlagen vor knapp zwei Wochen hatten die Spannungen in der Golfregion weiter angeheizt. Die USA machen den Iran für die Angriffe verantwortlich. Die Führung in Teheran weist dies zurück.

 

Saudi-Arabien öffnet sich für Urlauber

Saudi-Arabien will erstmals Touristen-Visa ausstellen. Das bestätigte Tourismus-Chef Ahmed al-Chateeb. Bislang stellt das erzkonservative Königreich Visa nur für Pilger, Geschäftsreisende und Besucher von Sport- und Kulturveranstaltungen aus. Das bislang weitgehend von Ölexporten abhängige Land will sich damit neue Einkommensquellen erschließen. Die Entwicklung ist Teil der sogenannten Vision 2030, mit der Kronprinz Mohammed bin Salman einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformkurs verbindet. Politische Grundfreiheiten sind damit bisher nicht verbunden.

 

Iran steigert erneut Uran-Anreicherung

Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA einen weiteren Schritt zum Rückzug aus dem internationalen Atomabkommen von 2015 getan. In der Urananreicherungsanlage Natans würden nun leistungsstärkere Zentrifugen als erlaubt eingesetzt oder seien dafür vorbereitet, heißt es in einem Bericht der UN-Behörde. Niedrig angereichertes Uran wird in Kernkraftwerken und Forschungsreaktoren benötigt. Wird es höher angereichert, kann es auch zum Bau von Atomwaffen verwendet werden.

 

US-Behörde wirft Boeing Fehleinschätzung vor

Rund sechs Monate nach Inkrafttreten des weltweiten Flugverbots für die B 737 MAX hat die US-Transportsicherheitsbehörde dem Flugzeugbauer Boeing und der Flugaufsicht Versäumnisse attestiert. Sowohl das Unternehmen als auch die Luftfahrtbehörde FAA hätten falsch eingeschätzt, wie Piloten auf Warnmeldungen bei Fehlfunktionen reagieren würden, hieß es in einem Bericht. Bei der Zertifizierung von Flugzeugen müsse die Schnittstelle zum Menschen stärker beachtet werden. 

 

U-Haft für katalanische Separatisten

In Spanien sind sieben als gefährlich geltende Separatisten aus der Region Katalonien in Untersuchungshaft gekommen. Der zuständige Richter schloss zudem eine Freilassung gegen Kaution aus. Die Polizei hatte die Männer am Montag festgenommen. Die Ermittler werfen ihnen die Zugehörigkeit zu einer terroristischen Organisation und den Besitz von Sprengstoff vor. Es wird vermutet, dass sie Anschläge geplant haben. Angehörige der Separatistenbewegung in Katalonien kritisierten das Vorgehen der Justiz als Akt der "Unterdrückung".

 

Mexiko gedenkt verschwundener Studenten

Genau fünf Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko haben deren Familien im Parlament demonstriert. In der Abgeordnetenkammer in Mexiko-Stadt hielten sie Plakate mit Porträtbildern ihrer Angehörigen hoch und forderten Aufklärung. Im September 2014 hatten korrupte Sicherheitskräfte die Studenten eines Lehrerseminars im Bundesstaat Guerrero verschleppt. Laut offiziellen Ermittlungen wurden die jungen Leute an ein Drogenkartell übergeben, ermordet und ihre Leichen verbrannt. Eine internationale Expertenkommission zweifelt dies jedoch an. Verurteilt wurde in dem Fall bislang niemand.

 

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