27.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 27.05.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

27.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Montag, 27.05.2019 – langsam gesprochen als MP3

Konservative und Sozialdemokraten ohne Mehrheit im Europaparlament

Die Fraktionen der konservativen und der sozialdemokratischen Parteien in Europa bilden nach herben Verlusten nicht mehr die Mehrheit im Europaparlament. Gewonnen haben Liberale und Grüne sowie EU-feindliche Rechtspopulisten und Nationalisten. Ob die EU-freundlichen Parteien zusammenfinden, wird sich schon bald zeigen. Sowohl Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) von der Europäischen Volkspartei als auch der Sozialdemokrat Frans Timmermans wollen das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Auch die Liberale Margrethe Vestager erhebt Anspruch auf den mächtigen Spitzenposten.

 

Österreichs Kanzler muss sich Misstrauensvotum stellen

Nach dem Ende seiner Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ muss sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Nach der Partei Liste Jetzt hat auch die größte Oppositionspartei, die Sozialdemokraten, einen entsprechenden Antrag beschlossen. Damit will die SPÖ nicht nur dem Kanzler, sondern der gesamten Regierung das Misstrauen aussprechen. Allerdings bräuchte sie dafür die Unterstützung der rechtspopulistischen FPÖ. Das Bündnis aus ÖVP und FPÖ war wegen eines Enthüllungsvideos zerbrochen.

 

Griechen müssen bald schon wieder wählen

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Grund dafür ist das schlechte Abschneiden seiner linken Regierungspartei Syriza bei der Europawahl, die der Premier als Vertrauensabstimmung bezeichnet hatte. In Hochrechnungen liegt Syriza bei lediglich 25 Prozent, während die konservative Nea Demokratia über 33 Prozent erreichte. Statt wie ursprünglich vorgesehen im Oktober könnten die Wähler bereits Ende Juni über ein neues Parlament entscheiden.

 

Belgien vor schwieriger Regierungsbildung

In Belgien hat sich die Spaltung zwischen Flamen und Wallonen weiter verstärkt: Der flämischsprachige Landesteil rückte bei den Parlamentswahlen politisch stark nach rechts, der frankophone nach links. Die Regierungsbildung könnte wieder einmal kompliziert und langwierig werden. Weder rechts noch links der Mitte finden sich verlässliche Mehrheiten. Koalitionsverhandlungen zogen sich in Belgien schon mal über anderthalb Jahre hin - so lange wie in keinem anderen Land der Welt.

 

Fiat Chrysler und Renault prüfen Fusion

Der Autokonzern Fiat Chrysler hat Renault eine Fusion vorgeschlagen. Den Plänen zufolge würde der fusionierte Konzern je zur Hälfte den Eigentümern des US-italienischen Autobauers Fiat Chrysler und den Eigentümern des französischen Autokonzerns Renault gehören. Bei einem Zusammenschluss würde einer der größten Autokonzerne der Welt entstehen und die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Renault ist seit langem mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi in einer Allianz verbunden. Der Verwaltungsrat von Renault will an diesem Montag über die Offerte beraten und sich danach schriftlich äußern.

 

Mindestens 30 Tote bei Schiffsunglück im Kongo

Mindestens 30 Menschen sind bei einem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo ums Leben gekommen. Knapp 170 Überlebende seien aus dem See Mai-Ndombe im Westen des Landes gerettet worden, berichten örtliche Medien. Eine unbekannte Zahl von Menschen werde noch vermisst. Wie es zu dem Unglück am Samstagabend kam, konnte noch nicht geklärt werden. In Afrika sorgen überladene Schiffe und veraltete Technik immer wieder für Unfälle mit vielen Todesopfern.

 

Tote bei Unruhen in brasilianischem Gefängnis

In einem Gefängnis im Nordwesten Brasiliens sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Häftlingen mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Gewalt brach am Sonntag während der Besuchszeit aus. Nach Angaben der Strafvollzugsbehörden schritten die Sicherheitskräfte innerhalb weniger Minuten ein und konnten so weitere Opfer verhindern. Die Ursache der Auseinandersetzungen ist noch unklar. In der Haftanstalt in der Nähe von Manaus waren zuletzt im Januar 2017 bei einer Gefängnisrevolte 56 Menschen getötet worden. Damals hatten rivalisierende Banden fast 20 Stunden lang gegeneinander gekämpft. Brasilien hat die drittgrößte Gefangenenpopulation der Welt.

 

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