25.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 25.10.2013
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Nachrichten

25.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Deutschland und Frankreich sollen mit den USA den Skandal um die Spähaktionen des Geheimdienstes NSA klären. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident François Hollande wurden vom EU-Gipfel beauftragt, bis zum Jahresende mit den Amerikanern einen Kooperationsrahmen für die Geheimdienste zu schaffen. Zuvor war bekannt geworden, dass die USA Telefonate von Kanzlerin Merkel abgehört hatten. Wie der britische "Guardian" berichtet, wurde bei insgesamt 35 internationalen Spitzenpolitikern die Telefon-Kommunikation überwacht. Das Blatt beruft sich auf Unterlagen des Informanten Edward Snowden. Danach soll der Geheimdienst NSA die Nummern von einem amerikanischen Regierungsbeamten erhalten haben.

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Die Europäische Union will ihren IT-Sektor aufrüsten. Auf ihrem Gipfeltreffen in Brüssel beschlossen die Staats- und Regierungschefs mehr Investitionen in digitale Technologien. Die Vollendung des digitalen Binnenmarktes bis 2015 sehen sie als Voraussetzung für ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Telekom-Unternehmen befürchten allerdings Umsatzeinbußen durch den Wegfall von Roaming-Gebühren für Telefonate im Ausland. Ein weiteres Thema war die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion. Hier drängt besonders Deutschland auf möglichst verbindliche Absprachen. Am heutigen Schlusstag des Gipfels steht das Thema Flüchtlingspolitik auf der Tagesordnung.

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Vor der italienischen Küste sind erneut mehr als 800 Bootsflüchtlinge aus Afrika aufgegriffen worden. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, wurde die Hälfte von ihnen von zwei Militärschiffen aufgenommen. Die anderen wurden von der Küstenwache und Handelsschiffen aus Seenot gerettet.

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Ein Gericht in China hat die Berufung des gestürzten Spitzenpolitikers Bo Xilai gegen seine Verurteilung zu lebenslanger Haft zurückgewiesen. Bei der Anhörung bestätigten die Richter die Entscheidung der Vorinstanz. In einem spektakulären Prozess war das frühere Politbüromitglied im September wegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Volksgericht in Jinan verfügte auch die Beschlagnahmung seines gesamten Besitzes. Bo war 2012 über Enthüllungen des ehemaligen Polizeichefs in der Millionenmetropole Chongqing gestürzt. Der Beamte hatte über Korruption, Machtmissbrauch und den Mord von Bos Frau an einem britischen Geschäftsmann ausgepackt. Bo war Wortführer des linken KP-Flügels und galt als aussichtsreicher Kandidat für höchste Parteiämter.

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Grönland hat erstmals eine umfangreiche Bergbaulizenz vergeben. Das britische Unternehmen London Mining erhielt die Erlaubnis, Eisenerz abzubauen, wie die Regierung und das Unternehmen mitteilten. Industrie- und Bergbauminister Jens-Erik Kirkegaard erwartet, dass das Vorhaben mehr Arbeitsplätze und höhere Staatseinnahmen bringen wird. In einem weiteren Schritt erlaubte das grönländische Parlament in Nuuk den Abbau von Uran. Durch die Klimaerwärmung ist der Abbau von Bodenschätzen unter dem Polareis näher gerückt. Neben Uran werden auf Grönland auch Vorkommen von sogenannten Seltenen Erden vermutet, die wegen ihrer Bedeutung für die Herstellung von Hochtechnologie-Produkten als strategisch wichtig gelten.

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In Tschechien wird heute und morgen ein neues Parlament gewählt. Nach letzten Umfragen zeichnet sich ein Erfolg der sozialdemokratischen Partei CSSD ab. Deren Vorsitzender Bohuslav Sobotka kündigte eine rot-rote Minderheitsregierung unter Tolerierung der kommunistischen Partei an. Für eine Überraschung könnte die ANO-Partei des Milliardärs Andrej Babis sorgen. Mit 18 Prozent der Stimmen lag sie in den jüngsten Umfragen an zweiter Stelle. Die eigentlich fürs kommende Jahr vorgesehene Wahl musste vorgezogen werden, nachdem der bisherige Ministerpräsident Petr Necas im Sommer nach einer Bespitzelungsaffäre zurückgetreten war.

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