24.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 24.02.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

24.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 24. Februar 2018 – langsam gesprochen als MP3

UN-Sicherheitsrat verschiebt Abstimmung:

Nach stundenlangen Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat ist eine geplante Abstimmung über eine neue Syrien-Resolution vertagt worden. Das Votum soll nach Angaben von Diplomaten in New York nun an diesem Samstag stattfinden. Die Verhandlungen werden fortgesetzt, um einen Text zu formulieren, der auch die Zustimmung Russlands findet. Als Zugeständnis an Russland sollen "Terrorgruppen" wie der Islamische Staat (IS) oder Al-Kaida und deren Verbündete weiter bekämpft werden dürfen. Die geplante Waffenruhe soll vor allem den Menschen in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta helfen. UN-Helfern sollte ermöglicht werden, Zugang zu belagerten Gebieten zu erhalten und Kriegsopfer in Sicherheit zu bringen. - Auch am Freitag hatte eine neue Angriffswelle die Region Ost-Ghuta erschüttert. Den sechsten Tag in Folge bombardierten Kampfflugzeuge der syrischen Regierungsarmee das von islamistischen Rebellen gehaltene Gebiet östlich von Damaskus. Laut Human Rights Watch wurden dabei bislang mehr als 420 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

 

Zahlreiche Tote bei Anschlagsserie in Afghanistan:

In Afghanistan sind bei mehreren Anschlägen und Angriffen zahlreiche Menschen getötet worden. In Kabul sprengte sich am Morgen ein Selbstmordattentäter in der Nähe des NATO-Hauptquartiers in die Luft. Nach Angaben des Innenministeriums gab es zwei Tote und sechs Verletzte. In der westlichen Provinz Farah griffen Talibankämpfer in der Nacht eine Armeebasis an und töteten mindestens 18 Soldaten. Zwei weitere Anschläge gab es auf Gebäude des Geheimdienstes und der Armee in der Provinz Helmand. Die Taliban bekannten sich zu drei Anschlägen, die Terrormiliz IS reklamiert das Attentat in Kabul für sich.

 

Weitere US-Sanktionen gegen Nordkorea:

Die USA ziehen die Sanktionsschraube gegen das kommunistische Nordkorea noch fester an. Die neuen Strafmaßnahmen richteten sich gegen mehr als 50 Handels- und Schifffahrtsunternehmen sowie einzelne Schiffe, die in den Außenhandel involviert seien, teilte das US-Finanzministerium mit. Präsident Donald Trump sprach von den härtesten Sanktionen, die jemals gegen ein Land verhängt worden seien. Durch die neuen Strafmaßnahmen verschärft die US-Regierung ihren Kurs des "maximalen Drucks", der Pjöngjang im Streit um sein Atom- und Raketenprogramm zum Nachgeben zwingen soll. Wie Finanzminister Steven Mnuchin weiter mitteilte, wollen die USA in den kommenden Wochen auch gegen Russland neue Sanktionen verhängen.

 

Schuldeingeständnis von Ex-Trump-Berater Gates:

In der Russland-Affäre hat ein weiterer früherer Berater von US-Präsident Donald Trump ein Schuldgeständnis abgelegt. Rick Gates bekannte sich der Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten sowie der Falschaussage schuldig. US-Sonderermittler Robert Mueller hatte zuvor die Anklage gegen Gates und dessen früheren Chef Paul Manafort, den Ex-Wahlkampfchef Trumps, um 32 Anklagepunkte erweitert. Die Vorwürfe beziehen sich zwar nicht auf die russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf, doch der Sonderermittler ist ermächtigt, auch anderen möglichen Straftatbeständen nachzugehen, auf die er im Zuge seiner Ermittlungen stößt. Mueller hat bislang insgesamt vier frühere Berater Trumps angeklagt. Neben Gates und Manafort sind dies der frühere Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn und der ehemalige außenpolitische Wahlkampfberater George Papadopoulos. Außer Manafort kooperieren alle mittlerweile mit den Ermittlern.

 

Amerikanische Staaten fordern Venezuela zur Absage der Wahl auf:

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat Venezuela zur Absage der umstrittenen Präsidentenwahl am 22. April aufgerufen. Die Regierung solle einen neuen Wahlkalender für eine Abstimmung mit allen demokratischen Garantien vorlegen, hieß es in der verabschiedeten Resolution des Staatenbunds. Die venezolanische Regierung wies die Entscheidung zurück. Regierungsgegner, zahlreiche Staaten und internationale Organisationen befürchten, dass die Wahl nicht frei und fair ablaufen wird. Viele Regierungskritiker sind entweder von der Wahl ausgeschlossen, in Haft oder ins Ausland geflohen. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD will die Wahl boykottieren. Im vergangenen Jahr hatte Präsident Nicolás Maduro die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung von einer regierungstreuen Verfassunggebenden Versammlung entmachten lassen. Maduro will am 22. April auch das Parlament und die Gemeinderäte neu wählen lassen. Mit dieser "Mega-Wahl" könnten die Sozialisten ihre Macht zementieren und Maduro bis 2025 im Amt bleiben.

 

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