22.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 22.11.2017
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Langsam gesprochene Nachrichten

22.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Mittwoch, 22. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

UN-Tribunal urteilt über Ex-General Mladic wegen Völkermordes:

Rund 22 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica wird das UN-Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien das Urteil über den bosnisch-serbischen Ex-General Ratko Mladic fällen. Der 74-Jährige gilt als militärisch Hauptverantwortlicher für die Kriegsgräuel auf dem Balkan von 1992 bis 1995. Dafür bekam er den Beinamen "Schlächter vom Balkan". Mladic ist unter anderem wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Die Staatsanwaltschaft in Den Haag fordert lebenslange Haft, die Verteidigung Freispruch. Mladic wurde bereits seit 1996 mit internationalem Haftbefehl gesucht, aber erst 2011 festgenommen.

 

Hariri erstmals seit Rücktrittserklärung wieder im Libanon:

Knapp drei Wochen nach seinem überraschenden Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten ist Saad Hariri in den Libanon zurückgekehrt. Das Fernsehen sendete live vom Flughafen in Beirut, wo Hariri beim Verlassen eines Flugzeugs von Sicherheitskräften begrüßt wurde. Nach eigenen Angaben will der 47-Jährige an diesem Mittwoch in Beirut an den Feierlichkeiten zum libanesischen Unabhängigkeitstag teilnehmen und sich zu seiner politischen Zukunft äußern. Hariri hatte Anfang November von der saudi-arabischen Hauptstadt Riad aus in einer Fernsehansprache überraschend seinen Rücktritt verkündet. Die genauen Umstände sind nach wie vor unklar. Bei seiner Rücktrittserklärung hatte Hariri ein angebliches Mordkomplott der vom Iran unterstützten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah angedeutet. Es kamen Befürchtungen auf, im Libanon könne ein neuer Stellvertreterkonflikt zwischen den beiden rivalisierenden Regionalmächten Saudi-Arabien und dem Iran entstehen.

 

Putin und Trump sprechen über Syrien:

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben in einem Telefongespräch über die Lage in Syrien diskutiert. Nach Angaben des Weißen Hauses betonten die Präsidenten die Bedeutung eines "stabilen und geeinten Syriens". Ziel sei es, den Bürgerkrieg beizulegen und die humanitäre Krise zu beenden. Das Weiße Haus erklärte, das Gespräch habe etwa eine Stunde gedauert. Weitere Themen - über die keine Details verbreitet wurden - waren Nordkorea, die Ukraine, Iran und Afghanistan. Zuvor hatte Putin den syrischen Machthaber Baschar al-Assad in Sotschi am Schwarzen Meer empfangen. Anschließend erklärte Putin, dass der russische Militäreinsatz in Syrien "jetzt tatsächlich" beendet werden solle. An diesem Mittwoch werden die Präsidenten der Türkei und des Iran, Recep Tayyip Erdogan und Hassan Rohani, zu einem Treffen mit Putin in Russland erwartet, um ebenfalls über Syrien zu beraten.

 

Anklage gegen Attentäter von New York:

Der Attentäter, der Ende Oktober in New York acht Menschen getötet hatte, ist wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs angeklagt worden. Der 29-Jährige müsse sich in insgesamt 22 Anklagepunkten verantworten, teilte die New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft mit. Ihm drohe damit lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Der Mann hatte mit einem Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Er bekennt sich zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat", die den Anschlag für sich reklamierte. Der mutmaßliche Täter war kurz nach dem Angriff wegen der Zerstörung von Fahrzeugen und der Unterstützung einer Terrororganisation angeklagt worden. Nun wurde die Anklage erweitert.

 

Chinas früherer Internetwächter festgesetzt:

Der vormals oberste Internetzensor in China ist unter dem Verdacht der Bestechlichkeit festgesetzt worden. Lu Wei werden "ernste disziplinarische Verstöße" vorgeworfen, wie chinesische Staatsmedien berichten. Mit dem Vorwurf umschreibt die Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei in der Regel Korruptionsvorwürfe. Der 57-Jährige hatte bereits 2016 seinen Posten als Leiter der Cyberverwaltung verloren, er blieb aber stellvertretender Propagandachef. Lu ist der erste hohe Funktionär, der seit dem Parteitag im Oktober dem Anti-Korruptions-Kampf von Präsident Xi Jinping zum Opfer fällt. Bei Korruptionsvorwürfen gegen Parteimitglieder ermittelt in China zuerst die Disziplinarkommission der Partei, die den Beschuldigten festhalten darf. Erst danach werden Angeklagte den Justizbehörden übergeben.

 

UNC: Nordkorea hat Grenze zum Süden verletzt:

Nach der dramatischen Flucht eines nordkoreanischen Soldaten hat das UN-Kommando in Südkorea UNC  der Gegenseite Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen von 1953 vorgeworfen. Das Kommando veröffentlichte ein Video, in dem zu sehen ist, wie nordkoreanische Soldaten ihren Kameraden in der vergangenen Woche an der Landesgrenze bei Panmunjom verfolgen. Die Volksarmee habe das Abkommen zweifach verletzt, hieß es: einmal, als Soldaten über die militärische Demarkationslinie hinweg auf den Flüchtenden geschossen hätten, das andere Mal, als einer der Soldaten bei der Verfolgung für kurze Zeit die Linie überschritten habe. Der Geflohene wurde schwer verletzt von südkoreanischen Soldaten in Sicherheit gebracht.

 

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