22.09.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 22.09.2021
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Langsam gesprochene Nachrichten

22.09.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:56

Nachrichten von Mittwoch, 22.09.2021 – langsam gesprochen als MP3

Biden ruft "neue Ära" der Diplomatie aus

Joe Biden hat sich bei seiner ersten Rede als US-Präsident vor der UN-Vollversammlung zur internationalen Zusammenarbeit bekannt. Mit Blick auf das Ende des Militäreinsatzes in Afghanistan sagte Biden in New York, die Zeit des unerbittlichen Krieges sei beendet, nun werde eine neue Ära der unerbittlichen Diplomatie eröffnet. Die USA wollten auch keinen neuen Kalten Krieg mit China. Nie zuvor sei internationale Zusammenarbeit so wichtig gewesen wie heute, sagte Biden, der mit seinen Alleingängen mehrfach Zweifel an der Verlässlichkeit der Vereinigten Staaten ausgelöst hatte.
 

Die Taliban wollen bei den UN mitreden

Die radikalislamischen Taliban wollen nach ihrer Eroberung Afghanistans vor der UN-Vollversammlung sprechen. Das Außenministerium des "Islamischen Emirats von Afghanistan" erbittet in einem Schreiben die Teilnahme an der 76. Generaldebatte. Darin heißt es, der afghanische Präsident Aschraf Ghani sei abgesetzt worden und werde im Ausland nicht mehr als Staatschef des Landes anerkannt. Das UN-Sekretariat leitete das Gesuch an einen zuständigen Ausschuss zur Prüfung weiter. Wer für Afghanistan bei der bis Montag laufenden Debatte sprechen soll, ist noch unklar.
 

China will keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland bauen

China will nach den Worten von Präsident Xi Jinping keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland mehr bauen. Der chinesische Staats- und Parteichef machte die Ankündigung bei der UN-Generaldebatte in New York. China werde stattdessen die Unterstützung anderer Entwicklungsländer bei der Entwicklung grüner und kohlenstoffarmer Energie verstärken, versprach Xi. Sein Land hat als Exporteur bisher Hunderte dieser Kraftwerke in anderen Ländern errichtet. Es baut aber - trotz Kritik von Umweltschützern - im eigenen Land weiterhin neue Kraftwerke.
 

Landesweite Wahlen in Libyen stehen wieder auf der Kippe

Das Parlament in Libyen hat der Übergangsregierung das Vertrauen entzogen. Damit ist wieder fraglich, ob die für den 24. Dezember geplanten landesweiten Wahlen stattfinden können. Die Interimsregierung war erst durch Vermittlung der UN gebildet worden. Sie sollte den Machtkampf in dem Land auflösen. Vorher gab es zwei konkurrierende Regierungen: eine international anerkannte mit Sitz in der Hauptstadt Tripolis und eine Gegenregierung im Osten des Landes. Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar Al-Gaddafi im Jahr 2011 ist das nordafrikanische Land extrem instabil.
 

USA belegen Krypto-Handelsplattform SUEX mit Sanktionen

Das US-Finanzministerium hat eine Handelsplattform für Kryptowährungen mit Sanktionen belegt. Hintergrund sind mutmaßliche Verbindungen zu Cyberkriminellen. Der in Tschechien angesiedelten digitalen Plattform SUEX wurde das Vermögen in den USA gesperrt, allen US-Bürgerinnen und -Bürgern ist die Nutzung von SUEX unter Strafandrohung untersagt. 40 Prozent aller Transaktionen dieser Plattform hätten Verbindungen zu "illegalen Akteuren" gehabt, heißt es im Ministerium zur Begründung. Konkrete Hackerangriffe oder Datenabflüsse wurden jedoch nicht genannt.
 

Ungeimpfte sollen Corona-Quarantäne aus eigener Tasche zahlen

Beschäftigte ohne Corona-Impfung, die in Quarantäne müssen, sollen nicht mehr für ihren Verdienstausfall entschädigt werden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über das geplante Aus für entsprechende Lohnersatzleistungen. Das Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass Menschen, die auf behördliche Anweisung in häusliche Isolation müssen und keinen Lohn mehr bekommen, eine staatliche Entschädigung in Höhe des Verdienstausfalls erhalten. Die Entschädigung soll jedoch künftig entfallen, wenn eine Schutzimpfung die Quarantäne hätte vermeiden können.
 

Verbreitung von "Feindeslisten" steht unter Strafe

Sogenannte Feindeslisten, wie sie vor allem in rechts- und linksextremen Kreisen kursieren, sind in Deutschland ausdrücklich verboten. Ein entsprechendes Gesetz tritt an diesem Mittwoch in Kraft. Wer die Namen und Daten politischer Gegner verbreitet und die Betroffenen damit in Gefahr bringt, muss nun mit bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen. Mit dem neuen Gesetz werden ferner verhetzende Beleidigungen umfassender bestraft. Herabwürdigende Briefe oder Mails galten bislang nicht als Volksverhetzung, weil sie nicht öffentlich verbreitet werden. Diese strafrechtliche Lücke ist jetzt geschlossen.

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