22.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 22.08.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

22.08.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:42

Nachrichten von Donnerstag, 22.08.2019 – langsam gesprochen als MP3

Kritik an Haftplänen für Einwandererkinder in den USA

Der US-Regierung schlägt heftige Kritik entgegen für Pläne, Migrantenkinder, die ohne Papiere eingereist sind, künftig unbefristet in Gewahrsam zu nehmen. Bisher gilt dafür eine Maximalfrist von 20 Tagen. Die Regierung erwäge rechtliche Schritte, teilte das mexikanische Außenministerium mit. Die Menschenrechtsorganissation Human Rights Watch warnte, Kinder würden durch eine Inhaftierung traumatisiert. Die "Grausamkeit der Regierung Trump ist grenzenlos", sagte der demokratische US-Senator Chuck Schumer. Berichten zufolge haben Hilfsverbände bereits Klagen angekündigt.

 

Indonesien schaltet Internet wegen Protesten ab

Nach drei Tagen gewalttätiger Proteste für Autonomie und gegen Polizeigewalt hat Indonesiens Regierung das Internet in den Provinzen Papua und Westpapua blockiert. Ein Sprecher des Ministeriums für Telekommunikation sagte, die Sperre bleibe so lange bestehen, bis sich die Lage auf der betroffenen Insel Neuguinea normalisiert habe. Die Regierung will verhindern, dass sich die Proteste ausweiten. In beiden Provinzen hatte es Ausschreitungen gegeben. Auslöser war mutmaßliche Polizeigewalt gegen Studenten, die für das Selbstbestimmungsrecht von Westpapua und Papua demonstriert hatten.

 

Brasiliens Präsident beschuldigt NGOs als Brandstifter

Der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Umweltschutzorganisationen indirekt für die jüngsten Waldbrände in der Amazonas-Region verantwortlich gemacht. Bolsonaro mutmaßte, diese Organisationen könnten gegen ihn persönlich und die brasilianische Regierung vorgehen. Als Grund nannte er Budgetkürzungen für zivilgesellschaftliche Organisationen durch seine Regierung. Beweise legte er allerdings nicht vor. Bolsonaro bezeichnete die Situation als Krieg. Umweltschutzverbände wiesen die Vorwürfe zurück. In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren.

 

UN warnen vor Einstellung von Hilfsprogrammen im Jemen

Im Bürgerkriegsland Jemen stehen den Vereinten Nationen zufolge 22 Hilfsprogramme aus finanziellen Gründen vor dem Aus. Die Programme müssten binnen zwei Monaten ihre Arbeit einstellen, wenn nicht bis dahin die zugesagten Mittel von gut einer Milliarde US-Dollar eingegangen seien, sagte die UN-Hilfskoordinatorin für den Jemen, Lise Grande. Im Februar wurden 2,6 Milliarden US-Dollar an Hilfen für das ärmste Land auf der arabischen Halbinsel zugesichert. Davon sei weniger als die Hälfte eingegangen, so Grande. Nach vier Jahren Krieg sind Millionen Menschen im Jemen von einer Hungersnot bedroht.

 

Italiens Präsident sucht Ausweg aus Regierungskrise

In Italien werden an diesem Donnerstag die Beratungen über die Bildung einer neuen Regierung fortgesetzt. Staatspräsident Sergio Mattarella empfängt von 10 Uhr bis 17 Uhr die Vertreter der größeren Parteien im Parlament. Am Mittwoch hatte Mattarella bereits Senatspräsidentin Elisabetta Casellati und den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Roberto Fico, getroffen. Die Allianz aus rechtspopulistischer Lega und Fünf-Sterne-Bewegung war gescheitert, nachdem Premierminister Giuseppe Conte am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht hatte. Lega-Chef Matteo Salvini dringt auf Neuwahlen noch im Herbst.

 

Todeskandidat Larry Swearingen in Texas hingerichtet

Der seit fast zwei Jahrzehnten im Todestrakt eines texanischen Gefängnisses inhaftierte Larry Swearingen ist per Giftspritze exekutiert worden. Das teilte ein Sprecher der Strafjustizbehörde des US-Bundesstaates mit. Zuvor war Swearingen mit einer Berufung vor dem Obersten Gericht in Washington gescheitert. Der 48-Jährige soll 1998 die Studentin Melissa Trotter entführt, vergewaltigt und ermordet haben. Er hatte aber stets seine Unschuld beteuert und der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler vorgeworfen, unter anderem "falsche und irreführende Zeugenaussagen".

 

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