20.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.09.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

20.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:08

Nachrichten von Donnerstag, 20.09.2018 – langsam gesprochen als MP3

EU-Beratungen zur Flüchtlingsverteilung bislang ohne Ergebnisse

In Salzburg setzen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union heute ihre Beratungen fort. Hauptthemen sind auch am zweiten Tag ein besserer Schutz der EU-Außengrenzen und der Brexit. Unter anderem geht es um den Vorschlag der EU-Kommission, die Grenzschutzagentur Frontex personell deutlich aufzustocken und ihr Mandat zu erweitern. Am ersten Tag hatte EU-Kommissionspräsident Juncker eine Abkehr von seiner bisherigen Haltung in der Flüchtlingsfrage angedeutet. Demnach sollten Staaten, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollten, künftig andere Beiträge zur Migrationspolitik leisten.

 

Streit um Maaßen: "Es drohte Bruch der Koalition"

Die geplante Beförderung von Verfassungsschutz-Präsident Maaßen sorgt weiter für Unruhe. Nach SPD-Chefin Andrea Nahles hat jetzt auch CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer die Entscheidung als einen Kompromiss in der Not verteidigt. Anderenfalls habe der Bruch der Koalition gedroht. In einem Brief Kramp-Karrenbauers an die CDU-Mitglieder heißt es, die SPD habe auf der Entlassung Maaßens bestanden, während Innenminister Horst Seehofer darauf beharrt habe, Maaßens Expertise weiter zu nutzen. Damit habe die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Koalition bestanden - mit allen Konsequenzen bis hin zu Neuwahlen.

 

Bundesregierung genehmigt weitere Waffenexporte an Saudi-Arabien

Die Bundesregierung hat weitere Waffenexporte in die Golfstaaten und andere Länder des Nahen Ostens genehmigt, unter anderem an Saudi-Arabien. Das geht aus einem Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags hervor, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt. Dem Schreiben zufolge soll Saudi-Arabien vier Artillerie-Ortungssysteme erhalten. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD Waffenlieferungen an Staaten ausgeschlossen, die wie Saudi-Arabien am Jemen-Krieg beteiligt sind. Riad ist gleichzeitig jedoch ein enger Verbündeter des Westens im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Syrien.

 

Kern will Spitzenkandidat von Europas Sozialdemokraten werden

Der frühere österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat sich als Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten für die Europawahl im kommenden Jahr ins Gespräch gebracht. Sein Ziel sei es, die europäische Sozialdemokratie wieder zu stärken, sagte der SPÖ-Politiker. Bislang hat lediglich der slowakische EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic offiziell Anspruch auf den Posten des Spitzenkandidaten der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten angemeldet. Die europäischen Sozialdemokraten bestimmen ihren Spitzenkandidaten am 7. und 8. Dezember in Lissabon.

 

USA nehmen Dialog mit Nordkorea wieder auf

Die neuen Abrüstungsangebote Nordkoreas bringen auch den Dialog des Landes mit den USA wieder in Gang. US-Außenminister Pompeo lud seinen Kollegen Ri in der kommenden Woche nach New York ein, wenn dort die UN-Vollversammlung stattfindet. Pompeo sagte, Ziel sei es, den Prozess der Denuklearisierung bis Januar 2021 abzuschließen. Der nordkoreanische Machthaber Kim und Südkoreas Präsident Moon hatten am Mittwoch ihren Friedenskurs noch einmal verstärkt. Dadurch, dass die USA die Verhandlungen mit Nordkorea wieder aufnehmen, hat Südkoreas Präsident Moon Jae In eines seiner wichtigsten Ziele für den innerkoreanischen Gipfel erreicht.

 

Tödlicher Unfall im Hambacher Forst

Nach dem Tod eines Journalisten stoppt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die Räumungsaktion der Polizei im Braunkohlerevier Hambacher Forst. Vor dem Hintergrund des schlimmen Ereignisses habe die Landesregierung beschlossen, bis auf Weiteres die Räumung des Geländes auszusetzen, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul in Düsseldorf. Zuvor war ein Journalist durch eine provisorische Hängebrücke zwischen zwei Baumhäusern in die Tiefe gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Sie betonte, zur Zeit des tödlichen Unfalls hätten keine polizeilichen Maßnahmen in der Nähe der Unglücksstelle stattgefunden.

 

Angriffe auf Journalisten in Deutschland nehmen zu

In Deutschland ist die Zahl der Angriffe auf Journalisten in diesem Jahr deutlich gestiegen. Von Anfang 2018 bis Mitte September habe es mindestens 22 tätliche Übergriffe gegeben, heißt es in einer Studie des in Leipzig ansässigen Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit. Fast alle Taten ereigneten sich demnach im Umfeld von rechten oder rechtsextremen Demonstrationen und Veranstaltungen, mehr als die Hälfte davon zählten die Forscher in Sachsen. 2015 hatten die Forscher 43 Angriffe registriert, 2016 waren es 19 und 2017 nur fünf.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema