20.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

20.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 20. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

Boris Johnson: Putin kann seiner Verantwortung nicht entgehen

In einem Interview mit der Deutschen Welle hat sich der britische Außenminister Boris Johnson überzeugt gezeigt, dass Russlands Führung hinter dem jüngsten Giftanschlag auf britischem Boden steckt. Wladimir Putin sei der Präsident und er könne der "Verantwortung und Schuld nicht entgehen". Johnson sagte, die britischen Wissenschaftler, die die Probe des Giftes untersucht hatten, seien zu der klaren Einschätzung gekommen, dass es aus Russland stamme. Deshalb habe Großbritannien so gehandelt. Der Außenminister sagte weiter, London habe Moskau die Möglichkeit gegeben, sich zum Fall zu äußern. Da es keine Antwort gab, "müssen wir den Schluss ziehen, dass der russische Staat verantwortlich war". Johnson kündigte weitere mögliche Schritte an. Großbritannien habe "genügend Gesetze, die das Vorgehen gegen illegales oder korruptes Geld in Großbritannien erlauben".

 

Volkskongress endet: Xi schlägt scharfe nationalistische Töne an:

Mit scharfen Tönen hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zum Aufbau einer "starken Nation" aufgerufen. Zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses beschwor der Präsident in Peking die Verwirklichung des "chinesischen Traums" vom Wiederaufstieg Chinas. "Wir haben starke Fähigkeiten, unseren rechtmäßigen Platz in der Welt einzunehmen", erklärte Xi. Die Welt erlebe gegenwärtig komplizierte Veränderungen mit beispiellosen Herausforderungen. Doch gebe es auch "strategische Gelegenheiten", sagte der Präsident. Unter dem starken Beifall der Delegierten sagte Xi Jinping allen separatistischen Bestrebungen den Kampf an. Auch sei jeder Versuch, Taiwan von China abzutrennen, "zum Scheitern verurteilt". Die Herrschaft durch die KP sei mehr denn je das "entscheidende Wesen des Sozialismus chinesischer Prägung in der neuen Ära", proklamierte Xi Jinping und verwies auf seine eigenen Leitideen, die der Volkskongress in der Verfassung verankert hatte.

 

Ost-Ghuta: 15 Kinder und zwei Frauen bei Angriff auf Schule getötet:

Bei einem Luftangriff auf eine Schule sind im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta nach Angaben von Aktivisten 15 Kinder und zwei Frauen getötet worden. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte macht russische Flugzeuge für den Angriff auf den Ort Irbin verantwortlich. Russland ist im Bürgerkrieg neben dem Iran der wichtigste Verbündete der Regierung. Unterdessen hat das Regime von Präsident Baschar al-Assad den sofortigen Abzug der türkischen Armee von seinem Territorium gefordert. Nach der Eroberung der Stadt Afrin im Norden Syriens durch die türkischen Streitkräfte wandte sich das syrische Außenministerium an die Vereinten Nationen. Es bezeichnete die Erklärung des türkischen Präsidenten, dass dessen Truppen Afrin kontrollieren, als "rechtswidrig".

 

Zahl der Übergriffe auf türkische Einrichtungen gestiegen:

Die Zahl der Übergriffe auf türkische Einrichtungen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Die Polizeibehörden zählten im laufenden Jahr bereits 37 Angriffe mutmaßlicher prokurdischer Aktivisten auf Moscheen, Kulturvereine oder türkische Restaurants, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten. Im gesamten vergangenen Jahr waren es insgesamt 13 solcher Übergriffe. Ursache des Anstiegs sei offenbar die Offensive der türkischen Armee in der Kurden-Region Afrin in Syrien. 

 

Weltbank: Klimawandel könnte Millionen Menschen vertreiben:

Der Klimawandel könnte nach Schätzung der Weltbank mehr als 140 Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen. Durch Dürren, Missernten, Sturmfluten und steigende Meeresspiegel könnten Menschen in Afrika südlich der Sahara, Lateinamerika und Südasien bis 2050 ihr Zuhause verlieren. Damit drohe eine humanitäre Krise, heißt es in einem Weltbank-Bericht, der in Washington veröffentlicht wurde. Vorbeugende Maßnahmen und weltweiter Klimaschutz könnte die Zahl der Binnen-Klimaflüchtlinge nach Ansicht von Experten um bis zu 80 Prozent reduzieren. Die Studie sei ein Weckruf, sagte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa.

 

Frau stirbt nach Unfall mit selbstfahrendem Auto:

Erstmals ist ein Mensch bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto ums Leben gekommen. Im US-Bundesstaat Arizona erfasste ein Fahrzeug des Fahrdienstvermittlers Uber eine Frau, die die Fahrbahn außerhalb eines Fußgängerübergangs überquert haben soll. Wie die Polizei mitteilte, war das Fahrzeug im autonomen Modus unterwegs. Hinter dem Steuer habe aber ein Fahrer gesessen. Uber-Firmenchef Dara Khosrowshahi sprach bei Twitter von "unglaublich traurigen Nachrichten". Das Unternehmen habe alle Testfahrten mit Roboterwagen eingestellt, meldete der Finanzdienst Bloomberg. Uber ist eines von mehreren Dutzend Unternehmen, die eigene Systeme für autonom fahrende Autos entwickeln und auf öffentlichen Straßen in den USA testen.

 

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