20.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.01.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

20.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 20. Januar 2018 – langsam gesprochen als MP3

Haushaltssperre in den USA:

Am Jahrestag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump ist es zum Stillstand seiner Regierung gekommen. Die Bundesregierung erreichte ihre Schuldenobergrenze, wodurch eine automatische Ausgabensperre in Kraft trat, der sogenannte "Shutdown". Bemühungen im Senat, ein Übergangsgesetz zu verabschieden, scheiterten am Widerstand der Demokraten. Zehntausende Regierungsmitarbeiter müssen zu Hause bleiben und werden zumindest vorübergehend nicht bezahlt. Auch die Reise Trumps zum Weltwirtschaftsforum in Davos in der nächsten Woche ist fraglich geworden. Gleichwohl gehen die Bemühungen weiter, doch noch eine Einigung, wenn auch möglicherweise erst einmal für wenige Tage, zu finden.

 

Merkel und Macron machen Pläne für ein besseres Europa:

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen bei der Reform der Europäischen Union aufs Tempo drücken. Bis März wolle man Vorstellungen zur Stärkung der EU vorlegen, sagte Merkel bei einem Besuch in Paris. Deutschland und Frankreich könnten und sollten dabei in vielen Fragen vorangehen. Konkret nannten die Kanzlerin und der Präsident die Außen-, Entwicklungs-, Verteidigungs-, Migrations- und Klimaschutzpolitik als Beispiele. Hier müsse die EU stärker gemeinsam agieren. Der französische Staatschef deutete an, dass er ein Ja der SPD zu Koalitionsgesprächen mit Merkels CDU begrüßen würde.

 

SPD ringt vor dem Parteitag um Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen:

In der SPD bemühen sich führende Parteivertreter weiter um eine Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU. Am Sonntag wird ein Sonderparteitag in Bonn darüber entscheiden. Der neue SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte der "Bild"-Zeitung, er erwarte ein Ja der Mehrheit der Delegierten. SPD-Chef Martin Schulz warb laut der Deutschen Presse-Agentur in einem Rundschreiben per Mail für die Zustimmung zu seinem Sondierungsergebnis. Offensichtlich um parteiinterne Kritiker einer Neuauflage der "GroKo" milde zu stimmen, verständigten sich die großen SPD-Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Hessen auf einen gemeinsamen Antrag, in dem "substanzielle Verbesserungen" gegenüber dem Sondierungspapier von Union und SPD eingefordert werden.

 

Wehrbeauftragter: Truppe bedingt abwehrbereit:

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, hält die Bundeswehr als Ganzes derzeit für "nicht einsetzbar". Auch ein leicht steigender Etat ändere daran nichts, sagte Bartels dem Magazin "Focus". Während Auslandseinsätze mit kleinen Kontingenten gut liefen, sei die Bundeswehr "im Rahmen der kollektiven Verteidigung derzeit nicht einsetzbar". Mit Blick auf Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), sagte Bartels, in den vergangenen vier Jahren habe sich die Situation eher verschlechtert. Der SPD-Politiker lobte jedoch, von der Leyen habe viel für die Transparenz bei der Bundeswehr getan. Daher wisse man heute gut über die Defizite der Truppe Bescheid. Diese müssten allerdings rasch behoben werden.

 

Streitigkeiten um AfD-Landesverband münden in Absetzung:

Der Bundesvorstand der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) hat nach langen Streitigkeiten die Spitze des Landesverbandes in Niedersachsen entmachtet. Mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit sei beschlossen worden, den Vorstand des Landesverbandes in Hannover mit sofortiger Wirkung des Amtes zu entheben, teilte ein Parteisprecher mit. Der Landesvorstand hatte zuvor einen geplanten Sonderparteitag kurzfristig abgesagt. Dort sollte eigentlich über die Abwahl des umstrittenen Landeschefs Armin-Paul Hampel entschieden werden. Parteiinterne Gegner werfen dem ehemaligen Fernsehjournalisten unter anderem einen diktatorischen Führungsstil vor. Hampel ist auch Bundestagsabgeordneter und strebt als Vertreter der AfD in den Auswärtigen Ausschuss des Parlaments.

 

Al-Sisi tritt erwartungsgemäß zur Präsidentenwahl in Ägypten an:

In Ägypten hat Staatschef Abdel Fattah Al-Sisi seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl Ende März verkündet. Der 63-Jährige gab seine Entscheidung während einer im Fernsehen übertragenen Rede in Kairo bekannt. Der Ex-General gilt bei der Abstimmung als hoher Favorit. Er war vor vier Jahren mit rund 97 Prozent der Stimmen erstmals zum Präsidenten des nordafrikanischen Landes gewählt worden. 2013 stand Al-Sisi an der Spitze des Militärs, als die Armee den ersten freigewählten Präsidenten des Landes, den Islamisten Mohammed Mursi, stürzte. Seitdem geht Ägyptens Regierung hart gegen Islamisten und andere Gegner vor. Die Präsidentenwahl beginnt am 26. März und dauert drei Tage.

 

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