19.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.12.2014
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Nachrichten

19.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 19. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

EU-Gipfel stellt sich hinter Junckers Investitionsplan:

Die 28 EU-Staats- und Regierungschefs haben sich hinter den Investitionsplan von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gestellt. Sie begrüßten in Brüssel den Aufbau eines neuen europäischen Fonds für strategische Investitionen, der bis 2017 315 Milliarden Euro mobilisieren soll. Die EU-Kommission will im Januar konkrete Vorschläge vorlegen. EU-Ratspräsident Donald Tusk und Bundeskanzlerin Angela Merkel betonten nach der Sitzung, man sei sich darüber einig, mit drei gleichzeitigen Maßnahmen das schwache Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln: durch den Investitionspakt, Strukturreformen und fortgesetzte Haushaltskonsolidierung. Der EU-Gipfel, der erstmals um einen Tag verkürzt wurde, bekräftigte in der Ukraine-Krise die Sanktionen gegen Russland, zeigte sich aber offen für Gespräche. Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande betonten, dass eine Lockerung der Sanktionen an konkrete Fortschritte in der Ostukraine geknüpft werden müsse.

Edathy-Affäre: SPD-Politiker Hartmann widerspricht im Ausschuss :

Im Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Edathy-Affäre steht in einer zentralen Frage Aussage gegen Aussage. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann widersprach der Darstellung seines Parteifreundes Sebastian Edathy, der behauptet hatte, er sei von Hartmann mit vertraulichen Informationen über den Fall versorgt worden. Die Opposition will im Ausschuss klären, ob bei den Ermittlungen gegen Edathy wegen Kinderpornografie Geheimnisverrat oder Strafvereitelung im Amt vorliegt. Edathy hatte im Februar sein Mandat wegen Ermittlungen zum mutmaßlichen Besitz kinderpornografischer Aufnahmen niedergelegt. Der Ex-SPD-Abgeordnete war nach eigenen Angaben über die Ermittlungen gegen sich informiert. Das Leck soll der damalige Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, gewesen sein. Zudem sei der Kreis der Mitwisser in der SPD um Fraktionschef Thomas Oppermann größer gewesen als bisher bekannt, so Edathy. Oppermann bestritt, Informationen weiterverbreitet zu haben.

Acht Kinder in Australien erstochen:

Acht Kinder sind in Australien bei einer Familientragödie erstochen worden. Es handele sich um Geschwister im Alter von 18 Monaten bis 15 Jahren, berichteten australische Medien. Eine 34-Jährige, nach unbestätigten Berichten die Mutter, wurde in dem Haus in Manoora, einem Vorort von Cairns an der Nordostküste Australiens, verletzt gefunden. Sie war nach Angaben der Polizei in ärztlicher Behandlung und wurde zu den Vorgängen befragt. Die Polizei machte zu den Hintergründen der Bluttat zunächst keine Angaben.

Geheimer CIA-Bericht zu gezielten Tötungen veröffentlicht:

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat einen geheimen CIA-Bericht zur gezielten Tötung von feindlichen Kämpfern veröffentlicht. Im Kampf gegen die Aufständischen in Afghanistan habe die Taktik, zu der neben Drohnenangriffen auch die Gefangennahme sogenannter "hochrangiger Zielpersonen" gehört, aber nur einen "geringen" Effekt gehabt, heißt es in der 18-seitigen Analyse. "Die Taliban haben insgesamt eine große Fähigkeit, tote Anführer zu ersetzen", befanden die CIA-Experten. Auch die Führung des Islamistennetzwerks Al-Kaida im Irak sei durch die Einsätze nicht entscheidend geschwächt worden. Erfolgreich sei die Taktik hingegen in Bezug auf Al-Kaida-Chef Osama bin Laden gewesen, heißt es in dem Bericht. Dieser sei gezwungen worden, sich zu verstecken, die Kommunikation mit seinen Kämpfern stark einzuschränken und die Aufständischen von einem abgelegenen Rückzugsort aus zu führen.

Pentagon: Ranghohe IS-Kommandeure im Irak getötet :

Bei den Luftangriffen der US-geführten Allianz gegen die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) im Irak sind nach Pentagon-Angaben mehrere ranghohe Anführer getötet worden. Unter ihnen sei Abu Muslim al-Turkmani, der Stellvertreter von IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi gewesen sein soll. Auch der mutmaßliche Militärchef der Miliz, Abd al-Basit, sei ums Leben gekommen, sagte ein Pentagonsprecher. Den kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Irak gelang es derweil mit internationaler Luftunterstützung, die wochenlange Belagerung der Sindschar-Berge durch den IS zu durchbrechen. Die Kurdenmilizen hätten die Berge erreicht, sagte der Präsident des Sicherheitsrats der autonomen Kurdengebiete, Massud Barsani. Seine Kämpfer hätten die IS-Versorgungslinien durchschnitten und 700 Quadratkilometer unter ihre Kontrolle gebracht. Laut Pentagon flog die US-geführte Militärallianz allein seit Montag mehr als 50 Luftangriffe gegen IS-Stellungen nahe des Sindschar-Gebirges.

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