19.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.10.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

19.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:33

Nachrichten von Samstag, 19.10.2019 – langsam gesprochen als MP3

Fünfte Krawallnacht in Barcelona

In Barcelona sind Proteste der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter den fünften Abend in Folge in Gewalt eskaliert. Ein paar Hundert gewaltbereite Demonstranten errichteten Barrikaden, entfachten Feuer und warfen Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Diese setzen Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer ein. Am Freitag hatten in Katalonien im Nordosten Spaniens nach Polizeiangaben mehr als eine halbe Million Menschen an überwiegend friedlichen Protesten teilgenommen. Die Empörung entzündete sich am Montag an der Verurteilung von neun Separatistenführern zu langen Haftstrafen.

 

Großbritanniens Parlament entscheidet über Brexit-Vertrag

Das britische Parlament stimmt an diesem Samstag über den Brexit-Vertrag ab, den Premierminister Boris Johnson und die EU neu ausgehandelt hatten. Da Johnsons Konservative Partei keine Mehrheit im Parlament hat, ist er auf die Unterstützung aus anderen Parteien angewiesen. Einige Abgeordnete der Labour-Opposition haben sich zu dem Brexit bekannt und könnten Johnson helfen. Andererseits gibt es auch in Johnsons eigener Partei Abgeordnete, die den neuen Vertrag ablehnen. Falls der Brexit-Vertrag eine Mehrheit bekommt, kann Großbritannien zum 31. Oktober aus der EU ausscheiden.

 

Republikanischer Spitzenpolitiker kritisiert Trumps Syrien-Politik

Der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, hat sich mit ungewohnt harschen Worten gegen den Syrien-Kurs von US-Präsident Donald Trump gestellt. Der Truppenabzug aus Syrien sei "ein schwerer strategischer Fehler", schrieb McConnell in einem Gastbeitrag für die "Washington Post". Dies mache Amerika unsicherer, stärke die Feinde der USA und schwäche wichtige Partner. Ihm zufolge haben die Geschehnisse in Nord-Syrien den Kampf der USA gegen den Terrorismus zurückgeworfen. Vor McConnell kritisierten auch enge Verbündete in der eigenen Partei Trumps Syrien-Kurs öffentlich.

 

Chiles Präsident ruft Ausnahmezustand aus

Chiles Präsident Sebastián Piñera hat für die Hauptstadt Santiago den Ausnahmezustand ausgerufen. Grund dafür sind Unruhen wegen Fahrpreiserhöhungen der U-Bahn. In den vergangenen Tagen steckten Demonstranten zahlreiche U-Bahn-Stationen in Brand. Piñera sprach in einer Fernsehansprache von ernsten und wiederholten Angriffen, die die Sicherheit in Santiago gefährdeten. Die Metro stellt übers Wochenende ihren gesamten Verkehr auf dem 140 Kilometer langen Streckennetz ein. Vor einer Woche hatten die Verkehrsbetriebe die Fahrpreise von umgerechnet 1,01 Euro auf 1,05 Euro pro Fahrt erhöht.

 

Probleme beim Flugzeugbauer Boeing offenbar schon lange bekannt

Der Flugzeughersteller Boeing wusste offenbar schon vor der Zulassung von Problemen bei seinem Modell 737 MAX. Der technische Chefpilot soll sich bereits im Jahr 2016 in Kurznachrichten an einen Kollegen über Schwierigkeiten beschwert haben. Wörtlich beschrieb der Pilot "ungeheuerliche Fehlleistungen" des speziell für die neuen Maschinen entwickelten Stabilisierungssystems bei Simulationsflügen. Dieses System soll hauptverantwortlich für zwei Abstürze von Boeing 737-MAX-Maschinen gewesen sein, bei denen in Indonesien und in Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren.

 

38 Verstöße in Clintons E-Mail-Affäre festgestellt

Das US-Außenministerium hat interne Untersuchungen zur E-Mail-Affäre um die frühere Ressortchefin Hillary Clinton abgeschlossen und Verstöße von 38 Mitarbeitern festgestellt. Demnach wurden die Personen in 91 Fällen für schuldig befunden, vertrauliche Informationen verschickt zu haben, die in Clintons persönlichem E-Mail-Konto landeten, nicht aber wie vorgeschrieben in ihrem Dienst-Account. Die vor mehr als drei Jahren gestartete Untersuchung umfasste 33.000 Nachrichten, die Clinton zwecks Überprüfung an die Behörden übergeben hatte.

 

Mindestens sechs Menschen sterben bei Dammbruch in Russland

Mindestens sechs Menschen sind bei einem Dammbruch in Sibirien ums Leben gekommen. Zehn weitere Personen galten nach dem Zwischenfall in der Nacht zum Samstag als vermisst, wie die russischen Zivilschutzbehörden mitteilten. Nach ersten Berichten war der zu einer Goldmine nahe der Stadt Krasnojarsk gehörende Staudamm aus noch unbekannter Ursache gebrochen, die Fluten erfassten zwei Wohngebäude der dort beschäftigten Arbeiter.

 

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