19.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.09.2013
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

19.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Die ägyptische Armee hat zu ihrem zweiten großen Schlag gegen von militanten Islamisten gehaltene Bastionen ausgeholt. In den Morgenstunden wurde das von Aufständischen kontrollierte Dorf Kerdassah südlich der Hauptstadt Kairo gestürmt. Das staatliche Fernsehen berichtete, ein starkes Truppenkontingent sei dort gemeinsam mit der Polizei gegen "terroristische Elemente" vorgegangen, bei denen es sich um Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi handele. In einer Großrazzia werde nach den Kämpfern gesucht, die in der Region jüngst 13 Polizisten ermordet hatten. Bereits am Montag hatten Soldaten die von bewaffneten Islamisten beherrschte Stadt Delga im Zentrum des Landes eingenommen, die seit einem Monat in der Hand von Mursi-Gefolgsleuten war.

***

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat den Willen bekräftigt, die Chemiewaffen seines Landes zu zerstören. Dies werde jedoch ein Jahr dauern, sagte Assad dem US-Fernsehsender Fox. Er sei damit einverstanden, dass die US-Regierung die Waffen zur Vernichtung in ihr Land bringe, wenn sie bereit sei, die Kosten von einer Milliarde Dollar zu tragen. Westliche Staaten machen Assads Regime für den Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkrieg verantwortlich. Die USA und Frankreich haben deshalb mit einem Militärschlag gedroht. Damaskus hatte einen russischen Vorschlag angenommen, sein Chemiewaffenarsenal unter internationale Kontrolle zu stellen und vernichten zu lassen. Derzeit wird im UN-Sicherheitsrat über die Details gerungen. Derweil sagte Syrien nach Angaben des russischen Vizeaußenministers Sergej Rjabkow zu, die Frist für die vollständige Offenlegung seiner Chemiewaffenbestände einzuhalten. Russland und die USA hatten Damaskus am Samstag dafür eine Woche Zeit gegeben.

***

Die US-Notenbank Fed hat den Ausstieg aus der Ära des billigen Geldes überraschend auf die lange Bank geschoben. Sie entschied, den Umfang der monatlichen Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilien-Papieren bei 85 Milliarden Dollar zu belassen. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Zentralbank diese Konjunkturhilfen auf 75 Milliarden Dollar stutzen würde. Doch die Fed hält die Wirtschaft für noch nicht robust genug, um ohne Geldspritzen in der bisherigen Dosis auskommen zu können. Fed-Chef Ben Bernanke, dessen Amtszeit Anfang 2014 endet, betonte, die Anleihe-Käufe könnten noch dieses Jahr gedrosselt werden, falls sich die Konjunktur bessere. Es gebe aber weitere Risiken. Dazu gehöre die hohe Verschuldung der USA. Dies könnte ernste Konsequenzen haben. An den Märkten sorgte die Entscheidung für starke Schwankungen. Der Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten. Die Aktienmärkte in New York reagierten dagegen mit erheblichen Kursgewinnen.

***

Nach der Ermordung eines linksgerichteten Musikers durch einen Rechtsextremisten in Athen ist es in mehreren griechischen Städten zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Im Westen Athens gingen nach einer Meldung der Nachrichtenagentur ANA Antifaschisten mit Stöcken und Steinen auf Bereitschaftspolizisten los, die Tränengas und Wasserwerfer einsetzten. Auch in Patras im Westen gab es Ausschreitungen, das Stadtzentrum wurde abgeriegelt. In Thessaloniki protestierten nach offiziellen Angaben etwa 6000 Menschen gegen Faschismus. In einem Vorort von Athen beteiligten sich etwa 5000 Demonstranten an Protestmärschen gegen die Bluttat. Der 34-jährige Rapper Pavlos Fyssas war dort in der Nacht zum Mittwoch erstochen worden. Ein Mitglied der fremdenfeindlichen Neonazi-Partei "Goldene Morgenröte" bekannte sich zu dem Verbrechen.

***

In Italien hat ein Senatsausschuss für den Ausschluss des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi aus der Parlamentskammer votiert. 15 der 23 Mitglieder lehnten einen Antrag eines Parteifreundes von Berlusconi ab, dem 76-Jährigen trotz einer Verurteilung wegen Steuerbetrugs seinen Senatssitz zu belassen. Die endgültige Entscheidung fällt voraussichtlich im Oktober, wenn das Plenum tagt. Ein Ausschluss Berlusconis könnte eine Regierungskrise in Italien zur Folge haben: Seine Partei "Volk der Freiheit" hat mehrfach gedroht, die Koalition mit der Demokratischen Partei von Ministerpräsident Enrico Letta zu verlassen, sollte Berlusconi seinen Senatssitz verlieren. Berlusconi war am 1. August rechtskräftig wegen Steuerbetrugs bei seinem Medienkonzern Mediaset verurteilt worden.

***

Borussia Dortmund hat in der Fußball-Champions-League einen Fehlstart hingelegt. Der Vize-Meister verlor sein Auftaktspiel in der Gruppe F beim SSC Neapel mit 1:2. Besser machte es Schalke 04. Der Bundesligist bestätigte den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen und besiegte in Gruppe E vor eigenem Publikum den rumänischen Meister Steaua Bukarest mit 3:0.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema