19.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.03.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

19.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:27
Jetzt live
08:27 Min.

Nachrichten von Montag, 19. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

Russlands Präsident Putin wiedergewählt:

Der russische Präsident Wladimir Putin wird weitere sechs Jahre im Amt bleiben. Der Staatschef siegte bei der Präsidentenwahl am Sonntag mit 76,5 Prozent, wie die Wahlkommission nach der Auszählung von über 95 Prozent der Stimmen bekanntgab. Seine Gegenkandidaten ließ Putin weit hinter sich. Überschattet wurde die Wahl von Manipulationsvorwürfen. Die Opposition und Wahlbeobachter meldeten 2700 Verstöße, wie etwa mehrfach abgegebene Stimmen. Nach Bekanntwerden der Ergebnisse äußerte sich Putin auch zu der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien. Er wies eine Verwicklung Moskaus zurück. Russland habe alle chemischen Waffen "unter Kontrolle internationaler Beobachter vernichtet". Es sei Unsinn, dass sich irgendjemand in Russland vor der Wahl und vor der Fußball-Weltmeisterschaft einen Nervengift-Anschlag in Großbritannien erlaubt hätte.

 

Ukraine schlägt Sanktionen gegen Ex-Kanzler Schröder vor:

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin hat Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder ins Spiel gebracht. Der Minister sagte der "Bild"-Zeitung, Schröder sei für den russischen Präsidenten Wladimir Putin "weltweit der wichtigste Lobbyist". Daher solle "geprüft werden, wie die EU hier handeln" könne. Angesichts der zunehmenden Spannungen sei es "wichtig", dass es Sanktionen nicht nur gegen russische Regierungsmitglieder und Staatsunternehmen gebe, "sondern auch gegen diejenigen, die im Ausland Putins Projekte vorantreiben". Schröder war nach Ende seiner Kanzlerschaft 2005 zu dem Unternehmen Nord Stream gewechselt, das eine Gasfernleitung von Russland durch die Ostsee direkt nach Deutschland plant. Das Projekt wird von Kiew heftig kritisiert, weil die Ukraine als bisheriges Transitland den Zugriff auf das Gas verliert. 2017 wurde Schröder zum Chef des Aufsichtsrates des russischen Energiekonzerns Rosneft gewählt.

 

US-Präsident Trump fordert Todesstrafe für Drogenhändler:

US-Präsident Donald Trump will an diesem Montag einen Plan zum Kampf gegen die rasant gestiegene Schmerzmittelsucht vorstellen. Einem Mitarbeiter zufolge sieht der Plan die Todesstrafe für Drogenhändler vor. Andrew Bremberg, Direktor von Trumps Rat für Innenpolitik, kündigte an, das Justizministerium werde die Todesstrafe beantragen, wo es "nach gegenwärtigem Recht angebracht ist". Konkrete Beispiele nannte er nicht. In den kommenden drei Jahren sollen auch ein Drittel weniger Schmerzmittel auf Opioid-Basis verschrieben werden. Außerdem möchte Trump erreichen, dass Dealer schon bestraft werden können, wenn sie mit einer geringeren Menge Drogen als bisher erwischt werden. In den USA hat es in den vergangenen Jahren deutlich mehr Tote durch Schmerzmittel und Heroin gegeben, was als Opioid-Krise bezeichnet wird. Zahlreiche US-Politiker machen die Pharmakonzerne für die Krise mitverantwortlich. Im Oktober hatte der US-Präsident angesichts der Opioid-Krise den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

 

Chinesischer Volkskongress ernennt Vizepremier und Zentralbankchef:

Bei der Umbildung der chinesischen Regierung ist Liu He, der enge Wirtschaftsberater von Staats- und Parteichef Xi Jinping, zum Vizepremier aufgestiegen. Auf der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking wurde der 66-Jährige entgegen den Erwartungen aber nicht gleichzeitig auch Zentralbankchef. Als Vizeregierungschef ist Liu He aber maßgeblich für die Wirtschafts- und Finanzpolitik zuständig und steht über dem Zentralbankchef. Neuer Chef der Zentralbank wurde Yi Gang. Der 59-Jährige war bisher der Vizechef der Zentralbank. Beide haben in den USA studiert und stehen für wirtschaftliche Reformen. Außenminister bleibt der erfahrene Wang Yi, der zusätzlich zum Staatsrat aufrückte - eine Position, die im Rang höher steht.

 

Besucherrückgang bei Leipziger Buchmesse:

Erstmals seit vielen Jahren haben weniger Menschen die Leipziger Buchmesse besucht. Der Veranstalter zählte zum Ende der vier Ausstellungstage 271.000 Gäste. Das waren gut 14.000 weniger als vor einem Jahr. Ursprünglich hatten die Organisatoren mit einem neuen Besucherrekord und rund 300.000 Gästen gerechnet. Als Grund für den Rückgang werden die Wetterbedingungen gesehen. Am Freitag und Samstag gab es im Zug- und Straßenverkehr wegen des Wintereinbruchs erhebliche Probleme. Der Leipziger Hauptbahnhof war zeitweise komplett gesperrt. Auf der Buchmesse präsentierten sich mehr als 2.600 Aussteller aus 46 Ländern.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema