18.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 18.10.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

18.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Donnerstag, 18.10.2018 – langsam gesprochen als MP3

"Washington Post" publiziert letzten Beitrag Khashoggis

Die "Washington Post" hat den letzten Beitrag ihres vor gut zwei Wochen verschwundenen Kolumnisten Jamal Khashoggi veröffentlicht. Die US-Zeitung machte in einem Begleittext zugleich deutlich, dass sie nicht mehr davon ausgeht, dass der saudische Journalist noch am Leben ist. Khashoggi wurde zuletzt gesehen, als er am 2. Oktober in das saudische Konsulat in Istanbul ging, um Papiere für seine Hochzeit abzuholen. Es wird vermutet, dass der kritische Journalist dort von einem angereisten Kommando ermordet wurde.

 

Brexit-Gespräche kommen nicht voran

Der EU-Gipfel in Brüssel hat keine Fortschritte zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gebracht. Gleichwohl beschlossen die Staats-und Regierungschefs, sich über ihre Unterhändler weiter um eine Einigung zu bemühen. Hauptstreitpunkt ist die Frage, wie künftig mit der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland umgegangen werden soll. Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus. Möglich wäre auch, dass London die EU ohne Abkommen verlässt.

 

Medien: Schaden durch "Cum-Ex"-Steuerdeals viel größer als gedacht

Der Skandal um dubiose "Cum-Ex"-Steuergeschäfte betrifft mehr europäische Länder als bislang bekannt. Das haben Untersuchungen des Recherchezentrums "Correctiv" ergeben. Die "Cum-Ex-Files" offenbaren, dass die Steuerzahler nicht nur in Deutschland und Dänemark geschädigt wurden, sondern auch in Belgien, Norwegen und Österreich. Der Schaden beläuft sich demnach auf mindestens 55,2 Milliarden Euro. Bei "Cum-Ex" ließen sich Anleger die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mit Hilfe ihrer Bank mindestens zwei Mal erstatten. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen.

 

Ebay verklagt Amazon wegen illegaler Praktiken

Der Online-Handelskonzern Ebay hat den Konkurrenten Amazon verklagt. Amazon-Mitarbeiter sollen über Jahre hinweg Ebays E-Mail-System ausgenutzt haben, um absatzstarke Händler mit verdeckten Nachrichten auf die eigene Plattform zu locken. Das geht aus der im kalifornischen Santa Clara eingereichten Klageschrift hervor. Demnach gingen die Amazon-Mitarbeiter strategisch vor und waren sich durchaus im Klaren, dass ihre Aktionen verboten waren. Ebay fordert eine richterliche Unterlassungsverfügung sowie Schadenersatz und Geldstrafen. Amazon wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Klage äußern.

 

Italien bleibt im Streit um Staatshaushalt hart

Die italienische Regierung will im Streit mit der EU um die geplante Neuverschuldung nicht einlenken. Er sehe keinen Spielraum für Änderungen am Haushaltsentwurf, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte beim EU-Gipfel in Brüssel. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger erklärte, er halte Italiens Haushaltsplan für "nicht vereinbar" mit den EU-Regeln. Zur Finanzierung kostspieliger Wahlversprechen plant das hochverschuldete Italien für das nächste Jahr ein Defizit von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung – dreimal soviel, wie ursprünglich vorgesehen.

 

Prozessauftakt für russischen Regisseur Serebrennikow

Vor einem Moskauer Stadtgericht hat das Verfahren gegen den russischen Film- und Theaterregisseur Kirill Serebrennikow begonnen. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, umgerechnet fast zwei Millionen Euro staatlicher Fördermittel veruntreut zu haben. Serebrennikow weist die Anschuldigung zurück und vermutet, dass die Politik ihn damit mundtot machen wolle. Zum Prozessauftakt verlängerte das Gericht den vor mehr als einem Jahr verhängten Hausarrest gegen den Filmemacher bis zum 3. April 2019. 

 

Türkischer Fotograf Ara Güler ist tot

Im Alter von 90 Jahren ist der türkische Fotograf Ara Güler an Herzversagen in Istanbul gestorben. Güler galt als einer der Besten seines Fachs weltweit. Der Sohn armenischer Eltern arbeitete zunächst als Nahost-Korrespondent für internationale Magazine wie "Time Life", "Paris Match" oder das deutsche Heft "Stern". Gülers größtes Vermächtnis sind zahlreiche Schwarz-Weiß-Bilder, die das Leben in Istanbul seit den 1950er Jahren dokumentieren. 

 

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