18.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 18.05.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

18.05.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:57

Nachrichten von Montag, 18.05.2020 – langsam gesprochen als MP3

Corona-Kabinett berät über Zustände in der Fleischindustrie

Ein weiterer geballter Corona-Ausbruch in einem norddeutschen Schlachtbetrieb erhöht den Druck auf die Bundesregierung, die Arbeitsbedingungen in der Branche stärker zu regulieren. 92 Mitarbeiter eines Schlachthofs im niedersächsischen Dissen wurden positiv getestet, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntagabend mitteilte. Das Corona-Kabinett der Bundesregierung will beraten, wie der Arbeitsschutz in der Branche in Corona-Zeiten verbessert werden kann. Arbeitsminister Heil plant Berichten zufolge, Werksverträge weitgehend zu verbieten. Agrarministerin Klöckner fordert eine Selbstverpflichtung der Schlachthöfe.

 

Virtuelle Jahresversammlung der WHO zur Corona-Pandemie

An diesem Montag beginnt die Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation. Das Treffen findet erstmals als Online-Tagung statt. Hauptthema ist, wie eine globale Antwort auf die Ausbreitung des Coronavirus gefunden werden kann. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einer der wichtigsten Jahresversammlungen seit Gründung der WHO. Zur Abstimmung steht eine von der EU eingebrachte Resolution, die zum gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufruft. Überschattet wird das Treffen von den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China in der Frage, wer für die Krise verantwortlich ist.

 

Fed-Chef Powell stimmt USA auf lange Krise ein

US-Notenbank-Chef Jerome Powell rechnet mit einem Einbruch der US-Wirtschaft um 20 bis 30 Prozent im zweiten Quartal. Danach könne es wieder bergauf gehen, unter der Annahme, dass es keine zweite Pandemie-Welle gibt. Bis zur vollständigen Erholung könne es allerdings bis Ende 2021 dauern, schränkte der Chef der Federal Reserve in einem Interview ein. Zudem wolle er nicht ausschließen, dass die Voraussetzung dafür sei, dass es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe. Die Menschen müssten volles Vertrauen haben, damit sich die Wirtschaft erholen könne.

 

Maas: Ab 15. Juni möglichst keine weltweite Reisewarnung mehr

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. Es gebe vielfach positive Entwicklungen. Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen wieder zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, sagte Maas in der ARD. Deutschland wolle nach dem 15. Juni eigentlich keine generelle weltweite Reisewarnung mehr haben. Maas will an diesem Montag mit seinen Kollegen aus zehn Urlaubsländern über mögliche Lockerungen von Reisebeschränkungen beraten.

 

Tödlicher Kunstflug-Unfall in Kanada

Bei einer Flugshow zu Ehren der Corona-Helfer in Kanada ist eine Pilotin ums Leben gekommen und ein weiteres Besatzungsmitglied verletzt worden. Die Militärflugstaffel "Snowbirds" ist momentan im ganzen Land im Einsatz. Das Unglück ereignete sich in Kamloops im südwestlichen Bundesstaat British Columbia. Videoaufnahmen zeigen, wie zwei Maschinen im Formationsflug starten. Dann nimmt der Unglücksjet plötzlich eine Steilkurve, bevor beide Schleudersitze gezündet werden. Die Maschine vom Typ Canadair CL-41 "Tutor" stürzte in einen Vorgarten eines Wohngebiets und ging dort in Flammen auf.

 

Corona-Ausbruch in NRW-Flüchtlingsheim

In einer Unterkunft für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen ist es zu einer starken Ausbreitung des Coronavirus gekommen. In der Einrichtung in St. Augustin bei Bonn wurden 70 Menschen positiv getestet. Die Testergebnisse weiterer Bewohner stehen noch aus, wie die zuständige Bezirksregierung mitteilte. Ob sich auch Betreuer und Sicherheitskräfte angesteckt haben, ist nicht bekannt. In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Menschen Platz, knapp 500 sollen dort zuletzt gelebt haben. Die Unterkunft ist eine der zentralen Unterbringungseinrichtungen des Bundeslandes NRW für Flüchtlinge.

 

Chefredakteurin der Nachrichtenseite Mada Masr in Ägypten inhaftiert

Ägyptens autoritäre Führung ist erneut gegen eines der letzten regierungskritischen Medien vorgegangen. Sicherheitskräfte nahmen die Chefredakteurin der unabhängigen Nachrichtenseite Mada Masr fest. Lina Attalah sei während eines Interviews vor dem Tora-Hochsicherheitsgefängnis in Kairo abgeführt worden, teilte ihr Anwalt mit. Sie hatte dort die Mutter des Demokratieaktivisten Alaa Abdel Fattah interviewt. Die Festnahme ist ein weiterer Rückschlag für die sehr begrenzte Pressefreiheit in Ägypten. Als eines der letzten Medien berichtet Mada Masr kritisch und investigativ über die Lage im Land.

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