17.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.04.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

17.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 17.04.2020 – langsam gesprochen als MP3

Chinas Wirtschaft bricht massiv ein

Als Folge der Corona-Pandemie ist Chinas Wirtschaftsleistung erstmals seit Jahrzehnten gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt sank im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde in Peking mitteilte. Es ist der erste negative Wert, seitdem die Volksrepublik 1992 begann, Quartalszahlen zu erfassen. Noch im vergangenen Jahr war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt um 6,1 Prozent gewachsen. Strenge Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Erregers hatten die Wirtschaft zeitweilig zum Stillstand gebracht.

 

Chinesisches Wuhan korrigiert Zahl zu Corona-Toten nach oben

Die chinesische Metropole Wuhan hat überraschend die Zahl ihrer Corona-Toten um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden berichteten, sind in der zentralchinesischen Stadt weitere 1290 Menschen in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896. Bislang waren nur 2579 Toten berichtet worden. Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3342 Toten in China wurde zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4600 erhöhen. 

 

Trump plant dreistufige Lockerung der Corona-Maßnahmen in den USA

Mit einem dreistufigen Plan will US-Präsident Donald Trump sein Land auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft teilweise wieder öffnen. Einen genauen Zeitplan beinhalten die Richtlinien jedoch nicht. Voraussetzung soll vielmehr sein, dass in den einzelnen Bundesstaaten die Zahl der Coranavirus-Infektionen über einen Zeitraum von 14 Tagen abgenommen haben muss. Erst dann könnten die ersten Lockerungen durchgeführt werden, die beispielsweise eine Öffnung von Restaurants, Kinos oder Kirchen vorsehen, sofern diese den Sicherheitsabstand zwischen Besuchern gewährleisten können.

 

IWF gewährt Pakistan Corona-Hilfe

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Internationale Währungsfonds (IWF) Pakistan einen Notkredit in Höhe von knapp 1,4 Milliarden US-Dollar gewährt. Wie der IWF in Washington mitteilte, hat der Ausbruch von COVID-19 erhebliche Auswirkungen auf die pakistanische Wirtschaft. Mit der Finanzhilfe könne das Land mehr Geld für Gesundheit ausgeben und auch Geberländer der Entwicklungshilfe entlasten. Die pakistanische Wirtschaft leidet unter hohen Haushaltsdefiziten, einer zweistelligen Inflationsrate sowie niedrigen Steuereinnahmen. Premierminister Imran Khan hatte Ende März bereits ein nationales Finanzpaket von 1,2 Billionen pakistanischen Rupien (rund 6,6 Milliarden Euro) angekündigt.

 

Brasiliens Präsident entlässt Gesundheitsminister nach Streit um Anti-Corona-Strategie

In Brasilien muss Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandette mitten in der Corona-Krise seinen Hut nehmen. Vorausgegangen war ein mehrwöchiger Streit mit Staatspräsident Jair Bolsonaro um die richtige Strategie zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Während Bolsonaro die Gefahren einer Verbreitung lange verharmlost hatte und von einer "Hysterie" sprach, forderte Mandetta ein aggressiveres Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie. Sein Nachfolger wird der Onkologe Nelson Teich. Laut Bolsonaro sei mit dem neuen Minister abgesprochen worden, die lokal verhängten Quarantänemaßnahmen zu beenden.

 

Deutschland stellt sich in Corona-Krise hinter WHO

Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Weltgesundheitsorganisation hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel klar hinter die UN-Behörde gestellt. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert soll Merkel bei einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen betont haben, dass die Pandemie nur mit einer starken und koordinierten internationalen Antwort besiegt werden könne. Trump hatte der Weltgesundheitsorganisation am Dienstag Missmanagement vorgeworfen und die US-Beitragszahlungen gestoppt.

 

Chance auf dauerhafte Waffenruhe im Jemen steigt

Die Verhandlungen über einen anhaltenden landesweiten Waffenstillstand und humanitäre Hilfsprojekte im Jemen machen nach Angaben der Vereinten Nationen große Fortschritte. Angesichts des ersten Falls einer Coronavirus-Infektion in dem Bürgerkriegsland unterstützen offenbar sowohl die jemenitische Regierung als auch die Huthi-Rebellen eine dauerhafte Waffenruhe grundsätzlich. "Wir erwarten, dass sie die Abkommen in naher Zukunft vereinbaren und formell annehmen", erklärte UN-Vermittler Martin Griffiths. Seit Ende 2014 kamen bei dem Konflikt im Jemen schätzungsweise 112.000 Menschen ums Leben.

 

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