17.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.02.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

17.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 17. Februar 2018 – langsam gesprochen als MP3

Yücel dankt Unterstützern:

Nach seiner Freilassung aus türkischer Haft hat der Journalist Deniz Yücel seinen Unterstützern gedankt. In einer Videobotschaft zeigte er sich erleichtert, sprach aber auch von Bitterkeit. Weder seine Inhaftierung vor einem Jahr noch seine Freilassung am Freitag hätten etwas mit Recht und Gesetz zu tun gehabt. Zudem säßen immer noch viele Journalisten in türkischen Gefängnissen. Nach der Freilassung des Journalisten Yücel hofft der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim auf bessere Beziehungen zu Deutschland. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz appellierte er an die Bundesregierung, die Auseinandersetzungen der vergangenen Monate hinter sich zu lassen. Mit Blick auf die Inhaftierung Yücels sprach er von einem Einzelfall, der nicht in der Lage sei, die Beziehungen zu stören.

 

SPD-Politiker werben für Bündnis mit Union:

Die SPD-Spitze beginnt in Hamburg ihre Werbeoffensive an der Basis für den Eintritt in eine große Koalition mit CDU und CSU. Zu dem nichtöffentlichen Treffen in der Messe werden bis zu 800 Mitglieder erwartet. Neben der designierten SPD-Chefin Andrea Nahles will auch der kommissarische Vorsitzende, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, für den Koalitionsvertrag werben. Die mehr als 460.000 Mitglieder können per Briefwahl vom 20. Februar bis zum 2. März abstimmen. Zwei Tage später soll das Ergebnis in der Berliner SPD-Zentrale verkündet werden.

 

Von der Leyen für mehr militärisches Gewicht der EU:

Am ersten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz haben Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre französische Ressortkollegin Florence Parly für mehr militärisches Gewicht der EU geworben. Von der Leyen plädierte für eine "gemeinsame strategische Kultur Europas". Das Ziel müsse ein Europa sein, das auch militärisch mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung tragen könne. Auch Parly betonte, Europa müsse in sicherheits- und verteidigungspolitischer Hinsicht größere gemeinsame Anstrengungen unternehmen. Europa brauche eine höhere strategische Autonomie angesichts der geänderten Rolle der USA. - Die 54. Münchner Sicherheitskonferenz geht an diesem Samstag mit einer Rede von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in ihren zweiten Tag.

 

US-Justiz klagt 13 Russen wegen Wahleinmischung an:

Die US-Justiz hat Anklage gegen 13 russische Staatsbürger sowie drei russische Organisationen wegen Einmischung in den US-Wahlkampf erhoben. Das teilte der Sonderermittler Robert Mueller mit. Mueller untersucht die mutmaßliche Beeinflussung der US-Wahl durch Russland sowie mögliche illegale Verbindungen zwischen dem Lager des heutigen Präsidenten Donald Trump und Moskau im Wahlkampf 2016. Alle russischen Angeklagten werden nach Muellers Angaben einer Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten beschuldigt. Unter ihnen ist auch ein Geschäftsmann mit direkten Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin. Trump hat eine Wahleinmischung seitens Russlands immer bestritten. Er bezeichnet Ermittlungen, die auch eine etwaige Zusammenarbeit seines Wahlkampfteams mit Moskau untersuchen, als Hexenjagd.

 

FBI räumt Pannen nach Schul-Massaker in Florida ein:

Der Amoklauf an einer Schule in Florida mit 17 Toten hätte vielleicht verhindert werden können. Das FBI räumte Ermittlungspannen ein. Ein Anrufer hatte bereits im Januar Hinweise auf den späteren Täter gegeben und davor gewarnt, dass dieser womöglich ein Blutbad plane. Diesem Anruf sei die Bundespolizei aber nicht nachgegangen. FBI-Chef Christopher Wray erklärte, man bedaure zutiefst den zusätzlichen Schmerz, den die Angehörigen der Opfer durch diese Nachricht erlitten. Der 19-jährige Täter hatte vor zwei Tagen an seiner früheren Schule in Parkland mit einem Schnellfeuergewehr um sich geschossen. 17 Menschen wurden dabei getötet, 15 weitere verletzt.

 

Militär übernimmt Kontrolle in Rio de Janeiro:

Angesichts der immer weiter zunehmenden Gewaltkriminalität in Rio de Janeiro soll künftig die Armee für Ordnung sorgen. Per Dekret entsandte Brasiliens Präsident Michel Temer die Streitkräfte in die Millionenmetropole und in den gleichnamigen Bundesstaat. Die Anordnung wird sofort wirksam, muss aber innerhalb von zehn Tagen vom Kongress in Brasilia gebilligt werden. Es ist die erste umfassende Intervention der Streitkräfte im Inneren seit der Verabschiedung der demokratischen Verfassung im Jahr 1988. Bereits jetzt unterstützen Soldaten die Polizei in Rio. Mit dem neuen Dekret soll das Militär aber offenbar die Verantwortung für das gesamte Sicherheitskonzept übernehmen und auch die Einsätze der Polizei koordinieren.

 

Mainz schafft wichtigen Sieg im Abstiegskampf:

Dem FSV Mainz 05 ist im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein wichtiger Sieg gelungen. Die Rheinhessen setzten sich mit 2:0 bei Hertha BSC durch und gewannen nach zuletzt drei Niederlagen erstmals wieder. Trotz des ersten Auswärtserfolgs der Saison bleibt die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz mit nun 23 Punkten auf dem Relegationsrang.

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