17 Tote bei Angriff auf Grenzposten in Tadschikistan | Aktuell Asien | DW | 06.11.2019
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Zentralasien

17 Tote bei Angriff auf Grenzposten in Tadschikistan

Bei einem Angriff auf einen Wachposten an der Grenze zwischen Tadschikistan und Usbekistan sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Der Vorfall ereignete sich etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Duschanbe entfernt.

Tadschikistan Angriff auf Grenzposten (AFP/Ministry of Internal Affairs of the Republic of Tajikistan)

Am Tatort an der tadschikisch-usbekischen Grenze

Bei den Toten handele es sich um 15 Angreifer, einen Soldaten und einen Polizisten, teilten die tadschikischen Behörden mit. Nach Angaben des Innenministeriums wurden vier Angreifer festgenommen, der Grenzschutz sprach von fünf festgenommenen Angreifern.

Nach Angaben des Innenministeriums griff eine Gruppe von rund 20 Maskierten den Posten an der Grenze zu Usbekistan rund 50 Kilometer von Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe in den frühen Morgenstunden an. Das Ministerium veröffentlichte Bilder von mehreren Leichen, die neben ausgebrannten Fahrzeugen lagen. Die Behörden machten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Afghanistan für die Tat verantwortlich.

Tadjikistan Präsident Emomali Rachmon (DW/G. Fashutdinov)

Emomali Rachmon regiert das Land seit 27 Jahren

An diesem Mittwoch begeht das zentralasiatische Land den sogenannten Verfassungstag. Der langjährige Staatschef Emomali Rachmon befindet sich derzeit auf einer Reise in Europa. In den kommenden Tagen ist ein Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geplant, auch will Rachmon nach Tschechien reisen.

Tadschikistan liegt an der Grenze zu Afghanistan und ist die ärmste der ehemaligen Sowjetrepubliken. Das von Konflikten geprägte Land wird von Staatschef Rachmon seit 1992 autoritär regiert. Erst Mitte September gab es bei einem Streit an der Grenze zwischen Tadschikistan und Kirgistan vier Tote und viele Verletzte.

 Zwischen 1992 und 1997 wurden in einem Bürgerkrieg zwischen der kommunistischen Staatsführung und muslimischen Fundamentalisten mehr als 100.000 Menschen getötet.

ni/sti (afp, dpa)

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