16.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 16.05.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

16.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:49

Nachrichten von Donnerstag, 16.05.2019 – langsam gesprochen als MP3

Trump setzt auf Gesprächsbereitschaft des Iran

Im Atomstreit mit dem Iran glaubt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten, dass der zunehmende Druck der USA Teheran zurück an den Verhandlungstisch zwingt. Er sei sich sicher, dass der Iran bald reden wolle, erklärte Trump auf Twitter. Die USA hatten in den vergangenen Tagen ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Iran nochmals verschärft und ihre Truppenpräsenz im Nahen Osten erhöht. Experten sehen die Gefahr einer militärischen Eskalation. Bundesaußenminister Heiko Maas warnte vor einem Flächenbrand in der Region. Die USA waren vor gut einem Jahr aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen.

 

Zehntausende Brasilianer demonstrieren gegen Kürzungen im Bildungsbereich

In mehr als 200 brasilianischen Städten sind Demonstranten gegen Pläne von Präsident Jair Bolsonaro auf die Straße gegangen, die Ausgaben für staatliche Universitäten massiv zusammenzustreichen. Die Gesellschaft werde Kürzungen um 30 Prozent nicht akzeptieren, sagte der Vorsitzende der Lehrendengewerkschaft der Universität in Brasilia, Luis Antonio Pasquetti. Bolsonaro verteidigte seine Sparpläne als notwendig, weil Brasilien von seinen Vorgängern wirtschaftlich zerstört worden sei. Die Demonstranten seien von einer Expertenminderheit manipulierte "nützliche Idioten", sagte Bolsonaro.

 

Trump erklärt Notstand bei Telekommunikation

US-Präsident Donald Trump hat amerikanischen Unternehmen per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Zu diesem Zweck rief er offiziell einen nationalen Notstand für die Telekommunikation aus. Als Hauptziel der Maßnahme gilt der chinesische Technologiekonzern Huawei. Die USA befürchten, dass Produkte des Unternehmens ein Einfallstor für chinesische Spionage und Sabotage sind. In Deutschland gibt es Diskussionen über eine mögliche Beteiligung von Huawei am Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G.

 

Österreich beschließt Kopftuchverbot an Grundschulen

Mit den Stimmen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ hat das Parlament in Wien ein Kopftuchverbot für Grundschulkinder gebilligt. Untersagt ist laut dem Gesetz "das Tragen weltanschaulicher oder religiöser Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist". Die jüdische Kippa sei davon nicht betroffen, stellte die Regierung klar. Die Opposition stimmte nahezu geschlossen gegen das Gesetz. Beobachter rechnen mit Beschwerden vor dem Verfassungsgerichtshof.

 

Gouverneurin unterschreibt Abtreibungsgesetz in Alabama

Der Gouverneurin des US-Bundesstaats Alabama, Kay Ivey von den Republikanern, hat das strengste Abtreibungsgesetz der USA unterzeichnet. Es verbietet Abtreibungen selbst bei einer Vergewaltigung oder Inzest. Ärzten, die sich nicht daran halten, drohen bis zu 99 Jahre Haft. Schwangerschaftsabbrüche sind dem Gesetz zufolge nur dann legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Die Neuregelung verstößt allerdings gegen die höchstrichterliche Rechtsprechung in den USA und wird deshalb voraussichtlich nicht in Kraft treten.

 

Spitzenkandidaten debattieren vor der Europawahl

In einer großen Fernseh-Debatte haben die Spitzenkandidaten der sechs größten Parteien im EU-Parlament ihre Positionen für die Europawahl erläutert. Ein zentrales Thema war die Flüchtlingspolitik. Der Kandidat der Sozialdemokraten Frans Timmermans forderte einen umfassenden Plan für Afrika. Damit könne verhindert werden, dass sich noch mehr Bewohner des Kontinents auf den Weg nach Europa machten. Der Konservative Manfred Weber betonte, die EU brauche möglichst schnell Tausende Grenzschützer. Weber und Timmermans sind die aussichtsreichsten Bewerber für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten.

 

Mindestens 17 Tote bei Angriff auf Militärpatrouille im Niger

Im westafrikanischen Niger haben bewaffnete Angreifer mindestens 17 Soldaten getötet. Elf Soldaten werden nach Angaben aus Sicherheitskreisen seit dem Zwischenfall in der westlichen Unruheregion Tillabéri vermisst. Demnach war die Patrouille aus etwa 50 Soldaten in einen "Hinterhalt" geraten und von einer "terroristischen Gruppe hunderter schwer bewaffneter Männer aus dem Norden" angegriffen worden. Die Region Tillabéri wird seit Jahren von Gewalt durch Dschihadisten erschüttert, die aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso kommen. Seit Ende 2018 geht die Armee gegen die Kämpfer vor.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema