15.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 15.10.2013
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Nachrichten

15.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Gouverneur der afghanischen Provinz Logar, Arsala Dschamal, ist durch eine in einem Mikrofon versteckte Bombe getötet worden. Dschamal hielt anlässlich des islamischen Opferfests eine Rede in einer Moschee, als der Sprengsatz mittels Fernzündung detonierte. Acht Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt. Die Provinz Logar liegt südlich der Hauptstadt Kabul. Aufständische haben in letzter Zeit häufiger Anschläge auf Politiker verübt. Sie sorgen damit vor dem Abzug der Nato-Kampftruppen bis Ende 2014 für Unsicherheit.

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Die Sondierungsgespräche von CDU/CSU und SPD gehen möglicherweise in eine dritte Runde. Sollte es bei den Sondierungsgesprächen der Union mit den Grünen nicht zu einer Einigung auf Koalitionsverhandlungen kommen, wollen sich Konservative und Sozialdemokraten am Donnerstag noch einmal zusammensetzen. Darauf einigten sich beide Seiten nach mehr als achtstündigen Beratungen in Berlin. Teilnehmer berichteten, die sehr intensiven Gespräche hätten fast schon wie Koalitionsverhandlungen gewirkt. Weitgehende Einigkeit habe bei der Europapolitik geherrscht. Auch bei den Themen flächendeckender Mindestlohn und Betreuungsgeld habe es Annäherungen gegeben. Am Dienstag wollen sich die Unterhändler von CDU und CSU mit den Grünen zu einer zweiten Sondierungsrunde treffen. Aus dem Parteirat der Grünen hieß es, man gehe nicht davon aus, dass es zu einer schwarz-grünen Regierung kommen werde, wolle aber trotzdem ernsthaft verhandeln.

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Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat die Philippinen erschüttert und mindestens 32 Menschen in den Tod gerissen. Der Erdstoß war im Umkreis von hunderten Kilometern deutlich zu spüren. Nach Angaben der Behörden gab es die meisten Todesopfer in der Stadt Cebu, weitere auf den nahe gelegenen Inseln Bohol und Siquijor. Cebu hat 2,5 Millionen Einwohner und ist das politische und wirtschaftliche Zentrum in der mittleren Region des Inselstaates. Gebäude stürzten ein, drei der ältesten katholischen Kirchen im Land wurden beschädigt, ebenso zwei Flughäfen und der Hafen von Tacloban. Das Epizentrum lag östlich von Balilihan in der Region Bohol, die auch bei Touristen beliebt ist. Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln. In der Region reiben drei verschiedene Erdplatten aneinander.

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Der Taifun "Nari" ist über Vietnam gezogen und hat dort eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben. Der Wirbelsturm entwurzelte Bäume und deckte tausende Hausdächer ab. Im Vorfeld waren zehntausende Menschen aus besonders gefährdeten Küstengebieten in Notunterkünfte gebracht worden. Japan wappnet sich gegen einen der heftigsten Taifune seit Jahren. "Wipha" bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern in der Stunde über den Pazifik auf den Osten der Hauptinsel Honshu mit der Hauptstadt Tokio zu. Der Taifun könnte am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Land treffen.

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Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland wollen in Genf erneut mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm verhandeln. Das zweitägige Treffen ist das erste seit dem Amtsantritt des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani Anfang August. Anders als sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad schlug Rohani im Vorfeld versöhnlichere Töne an. Im Gegenzug stellten US-Offizielle eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht, falls Teheran den Forderungen des Westens entspreche und unter anderem die Uran-Anreicherung einstelle und die Atomanlage Fordow schließe.

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