15.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 15.01.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

15.01.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:42

Nachrichten von Mittwoch, 15.01.2020 – langsam gesprochen als MP3

Human Rights Watch wirft China "heftigsten Angriff" auf Menschenrechte vor

Die Organisation Human Rights Watch sieht Chinas Regierung als eine "globale Bedrohung" für Menschenrechte. Schon lange unterdrücke Peking Regimekritiker im eigenen Land, sagte der Chef der Organisation, Kenneth Roth, bei der Veröffentlichung ihres Jahresberichts zur weltweiten Lage der Menschenrechte. Jetzt werde versucht, diese Zensur auf den Rest der Welt auszuweiten. Zudem habe die chinesische Regierung ihre Bemühungen deutlich verschärft, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen internationalen Organisationen zum Schutz der Menschenrechte zu untergraben, hieß es in dem Bericht weiter.

 

Ukrainisches Flugzeug wurde laut "New York Times" zweimal getroffen

Die vom Iran abgeschossene ukrainische Passagiermaschine ist einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Absturz von zwei iranischen Raketen getroffen worden. Die "New York Times" veröffentlichte als Beweis Aufnahmen von einer Überwachungskamera. Das verschwommene Video zeigt das brennende Flugzeug, das schlingernd versucht, zum Flughafen Teheran zurückzufliegen. Kurz darauf explodierte die Maschine und stürzte ab. Der Iran hatte erst nach tagelangen Dementis den versehentlichen Abschuss des Flugzeugs zugegeben, bei dem am vergangenen Mittwoch alle 176 Insassen umgekommen waren.

 

USA/China: Trotz Abkommen keine Reduzierung von Zöllen

Die USA sehen sich durch die Einigung auf ein Teilabkommen im Handelsstreit mit China nicht zur Senkung bestehender Strafzölle verpflichtet. Die Vereinbarung sehe dies keineswegs vor, teilte das Finanzministerium mit. Diesbezügliche Gerüchte seien falsch. Die USA und China wollen am Mittwoch in Washington ein Teilabkommen zur Beilegung zahlreicher Konfliktpunkte in ihrem seit fast zwei Jahren andauernden Handelskonflikt unterzeichnen. China sagt darin unter anderem zu, mehr US-Güter zu importieren und geistiges Eigentum zu respektieren. Die USA verzichten auf neue Strafzölle.

 

Schlagabtausch der US-Demokraten bei TV-Debatte

Bei der letzten Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA vor Beginn der Vorwahlen haben sich Bernie Sanders und Elizabeth Warren einen Schlagabtausch über die Siegeschancen einer Frau geliefert. Zentrales Thema der Diskussion war die Frage, welcher der Kandidaten Amtsinhaber Donald Trump schlagen könnte. Am 3. Februar finden in Iowa die ersten Vorwahlen statt. Von der ersten Abstimmung in dem US-Bundesstaat im Mittleren Westen geht eine wichtige Signalwirkung aus.

 

Trumps Ex-Sicherheitsberater Flynn zieht Geständnis zurück

Der frühere Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Michael Flynn, will sein Schuldbekenntnis in der Russlandaffäre zurücknehmen. Grund dafür seien "Arglist" und "Rachsucht" der Regierung, die sich nicht an eine Vereinbarung halte, heißt es in Unterlagen, die seine Anwälte bei dem zuständigen Gericht in Washington einreichten. Das Justizministerium will nun Haft für den ehemaligen Vertrauten von US-Präsident Donald Trump fordern. 2017 hatte Flynn sich schuldig bekannt, das FBI über seine Kontakte zum damaligen russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, belogen zu haben.

 

Proteste in Beirut eskalieren

Sicherheitskräfte sind in Beirut mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Die Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft fanden in einem belebten Geschäftsviertel statt, unter anderem vor der libanesischen Zentralbank. Die Demonstranten warfen mit Steinen und schlugen Fensterscheiben ein. Seit drei Monaten wird das kleine Land am Mittelmeer von beispiellosen Protesten erschüttert. Unter dem Druck der Straße trat Ministerpräsident Saad Hariri zurück. Seinem designierten Nachfolger, Hassan Diab, ist es noch nicht gelungen, ein Kabinett zu bilden.

 

Waldrodungen im Amazonas kräftig gestiegen

Im Regenwald des Amazonas sind im vergangenen Jahr 9166 Quadratkilometer gerodet worden. Das entspricht einem Anstieg um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies teilte Brasiliens Weltraumforschungsinstitut (IMPE) mit. Der rasante Anstieg korrespondiert mit dem ersten Amtsjahr von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro. Dieser steht dem Klimawandel skeptisch gegenüber und hat Auflagen für die Nutzung des Regenwaldes gelockert. IMPE hat die Daten über ein satellitengestützes System erhoben, das die Rodungen in Echtzeit aufnimmt.

 

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