12.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 12.10.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

12.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:42

Nachrichten von Freitag, 12.10.2018 – langsam gesprochen als MP3

Inflation auf höchstem Stand seit 2011

Der hohe Ölpreis und steigende Preise für Gemüse haben die Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit sieben Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise kletterten um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine stärkere Teuerung hatte es zuletzt im November 2011 gegeben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Heizöl verteuerte sich um knapp 36 Prozent, Kraftstoffe um 13 Prozent und Gemüse um rund 12 Prozent. Die Energiepreise lagen um 7,7 Prozent höher als vor einem Jahr.

 

Italienisches Parlament stimmt umstrittener Finanzplanung zu

Das italienische Parlament hat trotz Warnungen der EU und des Internationalen Währungsfonds der umstrittenen Finanzplanung der Regierung zugestimmt. Sowohl der Senat als auch die Abgeordnetenkammer votierten für den Plan, nach dem die Neuverschuldung des Landes ausgeweitet werden soll. Die Vorschläge müssen nun bis Montag an die EU-Kommission in Brüssel geschickt werden. Sie muss prüfen, ob sie mit den EU-Regeln konform sind. Ende des Jahres muss dann der Haushalt in Rom verabschiedet werden.

 

Bericht: Türkei besitzt Aufnahmen von Khashoggis Ermordung

Die Türkei besitzt einem Bericht zufolge Belege für die Ermordung des verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi durch saudische Sicherheitsbeamte. Demnach existieren angeblich Ton- und Videoaufnahmen. Sie zeigen, wie Khashoggi vor eineinhalb Wochen im saudischen Konsulat ermordet und zerstückelt wird. Das Blatt, für das Khashoggi in der Vergangenheit selbst schrieb, beruft sich dabei auf türkische und amerikanische Offizielle. Deren Angaben zufolge scheut die Türkei eine Veröffentlichung der Aufnahmen, um nicht zu offenbaren, wie sie Einrichtungen ausländischer Staaten ausspioniert.

 

Weniger Angriffe auf Asylunterkünfte

Die Zahl der Anschläge auf Asylunterkünfte hat sich in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts. Demnach zählten die Behörden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 110 Straftaten gegen Asylunterkünfte. Laut BKA hatten fast alle Taten einen rechtsradikalen Hintergrund. In den meisten Fällen handelte es sich um Sachbeschädigungen, Schmierereien und Propaganda. 2017 hatten die Behörden 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert.

 

US-Bundesstaat Washington schafft die Todesstrafe ab

Ein weiterer US-Bundesstaat schafft die Todesstrafe ab: Das oberste Gericht im Staat Washington stufte Hinrichtungen als verfassungswidrig ein. Die Richter begründeten die Entscheidung damit, dass die Strafe in willkürlich und in rassistisch diskriminierender Weise verhängt werde. Todesurteile sollen nun in lebenslängliche Freiheitsstrafen umgewandelt werden. Der Bundesstaat hat bereits seit mehreren Jahren keine Todesurteile mehr vollstreckt. Die Zahl der Hinrichtungen geht in den USA generell zurück.

 

Prozess gegen US-Pastor Brunson wird in der Türkei fortgesetzt

Der Prozess gegen den seit fast zwei Jahren in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson wird an diesem Freitag fortgesetzt. Sein Anwalt Ismail Cem Halavurt erwartet, dass der Hausarrest aufgehoben wird und sein Mandant ausreisen darf. Einem Medienbericht zufolge haben die USA und die Türkei eine Einigung erzielt, durch die der Weg für die Rückkehr Brunsons in die USA geebnet werde. US-Regierungsvertreter dementierten dies allerdings. Der Fall hatte eine schwere Krise zwischen den beiden Nato-Verbündeten USA und Türkei ausgelöst.

 

Polen wegen Grundrechte-Erklärung in der EU isoliert

Polen hat beim Treffen der EU-Justizminister einen Eklat ausgelöst. Die polnische Regierung weigerte sich, eine gemeinsame Erklärung zur Anwendung der europäischen Grundrechtecharta mitzutragen. Grund waren laut Diplomaten geplante Passagen zu Homosexuellen sowie Bi-, Trans- und Intersexuellen (LGBTI). Polen verwies seinerseits darauf, mit einer Textstelle zu religiösen Gruppen nicht zufrieden gewesen zu sein, weil Christen und Juden nicht ausdrücklich genannt wurden. Dies sei ein Vorgang ohne Beispiel, sagte ein Diplomat in Luxemburg. Einige Minister im Saal hätten von einer "Schande" gesprochen.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema