12.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 12.09.2013
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Nachrichten

12.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich im Konflikt um die syrischen Chemiewaffen direkt an die amerikanische Bevölkerung gewandt. In einem Online veröffentlichten Meinungsartikel der "New York Times" warb Putin für seinen Vorschlag, das Giftgas-Arsenal des Regimes von Baschar al-Assad unter internationaler Kontrolle zu vernichten und warnte zugleich vor den Folgen eines US-Militärschlages gegen Syrien. Der Kremlchef sprach einerseits von "wachsendem Vertrauen" zwischen ihm und US-Präsident Barack Obama, aber griff die USA zugleich scharf an. Im Ringen um eine diplomatischen Lösung kommen an diesem Donnerstag der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege John Kerry in der Schweiz zusammen. Auch der Syrien-Gesandte der UN, Lakhdar Brahimi, soll an dem Treffen in Genf teilnehmen.

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Die USA haben sich besorgt über die jüngste Ausweitung des iranischen Atomprogramms geäußert. Der US-Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Joseph Macmanus, sagte in Wien, die Islamische Republik habe ihre Kapazitäten zur Urananreicherung weiter ausgebaut und dabei auch moderne Zentrifugen installiert. Dies sei eine "besorgniserregende Eskalation einer bereits verbotenen Aktivität". Auch die Baufortschritte an der Plutoniumfabrik am Standort Arak seien keine gute Nachrichten. Gleichwohl bekräftigte er das Interesse an einer diplomatischen Lösung mit der neuen politischen Führung in Teheran unter Präsident Hassan Rohani. Dieser gilt - anders als sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad - als eher moderat. Der Iran steht im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben, was das Land zurückweist.

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Mit einer Menschenkette durch Katalonien haben Hunderttausende Demonstranten eine Abspaltung der Region von Spanien verlangt. Unter dem Slogan "Der katalanische Weg zur Unabhängigkeit" forderten sie die Gründung eines eigenen Staates in der wirtschaftsstärksten Region Spaniens. Die Menschenkette reichte über eine Strecke von 400 Kilometer von den Pyrenäen durch die Städte Gerona, Barcelona und Tarragona hindurch bis an die Grenze zur Nachbarregion Valencia. Katalonien zählt mit etwa 7,5 Millionen Einwohnern wirtschaftlich zu den stärksten Regionen Spaniens. Trotz hoher Schulden und zuletzt einer Arbeitslosenquote von knapp 24 Prozent erwirtschaftet die Region rund ein Fünftel des spanischen Bruttoinlandsprodukts.

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In der polnischen Hauptstadt Warschau sind tausende Menschen einem Aufruf mehrerer Gewerkschaften gefolgt und haben gegen die Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk protestiert. Nach Angaben der Organisatoren versammelten sich rund 23.000 Menschen vor Ministerien in der Hauptstadt und zogen zum Parlament. Die Behörden sprachen von 15.000 Demonstranten. Hunderte Protestierende schlugen vor dem Parlamentssitz ihre Zelte auf, um dort bis zu einer für Samstag angekündigten Demonstration zu campieren. Die Gewerkschaften fordern von der polnischen Regierung unter anderem einen höheren Mindestlohn und ein niedrigeres Renteneintrittsalter - derzeit liegt es bei 67 Jahren.

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Chiles Staatschef Sebastián Piñera hat zum 40. Jahrestag des Staatsstreichs gegen den Sozialisten Salvador Allende zur Versöhnung aufgerufen. "Unsere Generation hat kein Recht, unseren Kindern und Enkelkindern denselben Hass und dieselben Streitigkeiten weiterzugeben, die soviel Schmerz verursacht haben", sagte der konservative Präsident. Es sei an der Zeit, das Trauma der Vergangenheit zu überwinden. Die Tochter des 1973 gestürzten Präsidenten, Isabel Allende, erklärte bei einer Ehrung ihres Vaters, sie glaube nicht an "erzwungene Versöhnungen". Es gebe Angehörige, die immer noch nicht die Überreste von Vermissten hätten finden können, beklagte Allende. Nach dem Putsch gegen Salvador Allende am 11. September 1973 begannen unter der Führung von General Augusto Pinochet 17 Jahre Diktatur in Chile. Bis zu 38.000 Menschen wurden gefoltert oder getötet.

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Weltweit leben laut einer UN-Studie so viele Menschen außerhalb ihres Geburtslandes wie nie zuvor. 232 Millionen Menschen und damit rund drei Prozent der Weltbevölkerung, sind aus ihrem Geburtsland entweder freiwillig oder gezwungenermaßen weggezogen, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen. Vor 20 Jahren waren es noch rund 80 Millionen weniger. Mit rund 46 Millionen leben die meisten Migranten in den USA, dahinter kommt Russland mit elf Millionen. Deutschland folgt schon auf Platz drei mit zehn Millionen Migranten.

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