11.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 11.10.2013
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Nachrichten

11.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem ersten Sondierungsgespräch zwischen Union und Grünen über eine mögliche Koalition haben die Sozialdemokraten Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, die Regierungsbildung zu beschleunigen. Die CDU-Vorsitzende lasse sich erstaunlich viel Zeit für die Sondierungen, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, SPD, der "Bild"-Zeitung. Das liege nicht an seiner Partei. Die Union müsse sich jetzt entscheiden, mit wem sie Verhandlungen über eine Koalition führen wolle, verlangte Weil. CDU/CSU und Grüne haben für Dienstag ein weiteres Treffen vereinbart. Am Montag setzt die Union ihre Beratungen mit der SPD fort. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte, vor der Konstituierung des neuen Bundestags am 22. Oktober werde Klarheit herrschen, mit wem über die Regierungsbildung verhandelt werde.

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Im Fall des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, von Papst Franziskus eine rasche Entscheidung gefordert. Es dürfe keine lange Hängepartie werden, sagte Glück dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Das Ganze sei eine schwere Belastung für die katholische Kirche in ganz Deutschland. Letztlich liege die Entscheidung in Rom, erklärte Glück, mit Blick auf eine mögliche Abberufung des Bischofs. Tebartz-van Elst steht in der Kritik, weil die Kosten für den Bau des Bischofssitzes in Limburg auf mindestens 31 Millionen Euro gestiegen sind. Die Staatsanwaltschaft Limburg prüft wegen der Kostenexplosion Vorwürfe der Untreue. Am Donnerstag beantragte zudem die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl gegen den katholischen Geistlichen wegen eidesstattlicher Falschaussage. Dabei geht es um Angaben des Bischofs im September 2012 zu einem Flug nach Indien.

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In Syrien haben Rebellen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ein Massaker in mehreren alawitischen Dörfern im Nordwesten des Landes verübt. Bei einem Überfall auf zehn Dörfer in der Küstenprovinz Lattakia hätten islamistische Kämpfer und andere Aufständische mindestens 190 Zivilisten ermordet. 67 von ihnen seien regelrecht hingerichtet worden, heißt es in dem HRW-Bericht. Die Organisation führte nach eigenen Angaben Gespräche mit mehreren Überlebenden des Massakers. Syriens Machthaber Baschar al-Assad gehört der religiösen Minderheit der Alawiten an, die in Lattakia ihr Kerngebiet hat.

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US-Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner haben sich bei einem Spitzengespräch im Weißen Haus noch nicht auf einen Kompromiss im Haushaltsstreit einigen können. Beide Seiten bewerteten das Treffen aber positiv. Das Präsidialamt erklärte, es habe keine konkreten Vereinbarungen gegeben. Obama freue sich aber darauf, in weiteren Gesprächen Fortschritte mit Vertretern beider Lager zu machen. Der Chef der republikanischen Fraktion im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, kündigte nach dem Treffen an, die Gespräche würden kurzfristig fortgesetzt. Die erste Runde sei "sehr nützlich" gewesen. Die Republikaner hatten vorgeschlagen, die Schuldenobergrenze geringfügig und zeitlich befristet anzuheben, um Zeit zu gewinnen. Dies habe der Präsident weder akzeptiert noch abgelehnt, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

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Der Literatur-Nobelpreis geht in diesem Jahr an die Kanadierin Alice Munro. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. Die 82-Jährige hat sich vor allem mit ihrer kurzen Prosa einen Namen gemacht. Die Autorin sei "die Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte", sagte Peter Englund als Sprecher der Jury. Sie habe diese spezielle Form zur Perfektion gebracht. Zu ihren bekannten Werken gehören Kurzgeschichtensammlungen wie "Tanz der seligen Geister", "Kleine Aussichten" oder "Die Jupitermonde". Der Nobelpreis für Literatur gilt als wichtigste literarische Auszeichnung der Welt.

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Die erste bundesweit koordinierte Aktion der Länderpolizeien gegen zu schnell fahrende Autofahrer, der sogenannte Blitz-Marathon, ist nach 24 Stunden zu Ende gegangen. Fast 15.000 Beamte waren an bundesweit mehr als 8700 Kontrollstellen im Einsatz und erwischten zahlreiche Temposünder. Der überwiegende Teil der Autofahrer hielt sich aber an die Tempolimits. Die Aktion insgesamt und die Standorte der Messgeräte waren vorher bekanntgegeben worden. Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Unfallursachen.

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