11.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 11.08.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

11.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 11.08.2018 – langsam gesprochen als MP3

China geht massiv gegen Uiguren vor

In China werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als eine Millionen Uiguren in Lagern festgehalten. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit seien in sogenannten Anti-Extremismus-Einrichtungen untergebracht, berichtet das UN-Komitee zur Bekämpfung von Rassen-Diskriminierung in Genf. Es gebe Berichte, wonach weitere zwei Millionen Uiguren und andere muslimische Minderheiten in politische Umerziehungszentren gebracht worden seien, sagte die Komitee-Vorsitzende Gay McDougall. Die meisten von ihnen seien nie konkret angeklagt oder verurteilt worden.

 

US-Gericht verurteilt Monsanto

Ein US-Gericht hat das zum deutschen Bayer-Konzern gehörende Agrarunternehmen Monsanto zur Zahlung von knapp 285 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt. Das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel der Firma hätte wesentlich zur Krebserkrankung des Klägers beigetragen, befand das Gericht in San Francisco. Die Geschworenen-Jury begründete das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kunden davor gewarnt zu haben, dass die Herbizide Krebs auslösen könnten. Der 46-jährige Kläger hatte das Mittel als Hausmeister jahrelang in großen Mengen verwendet.

 

Türkische Lira unter Druck

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strafzölle gegen die Türkei zu verdoppeln, ist die türkische Landeswährung Lira auf ein Rekordtief gefallen. Auch ein vom türkischen Finanzminister Berat Albayrak vorgestelltes Maßnahmenpaket für die angeschlagene Wirtschaft überzeugte Investoren nicht. Hintergrund der US-Sanktionen: der Fall des seit knapp zwei Jahren in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson.

 

Proteste in Rumänien gegen Korruption

Zehntausende Menschen haben in mehreren Städten Rumäniens gegen die sozialliberale Regierung demonstriert. Hintergrund der Proteste ist die anhaltende Korruption im Land. Allein in der Hauptstadt Bukarest gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Mediafax mindestens 20.000 Menschen auf die Straße. Vor dem Regierungssitz setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein, mehrere von ihnen wurden festgenommen. Zu den Kundgebungen aufgerufen hatten rumänische Gastarbeiter, die ihren Urlaub in der Heimat verbringen und sich über soziale Netzwerke absprachen.

 

Tote und Verletzte bei neuen Protesten im Gazastreifen

Die israelische Armee hat bei Protesten an der Grenze zum Gazastreifen zwei Palästinenser erschossen. Mehr als 300 Menschen seien bei den Demonstrationen verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Zuvor waren Brandsätze gegen israelische Grenzsoldaten geschleudert worden. Die Europäische Union zeigte sich besorgt und rief zur "Deeskalation" auf. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini verurteilt die Angriffe und "Provokationen" der radikalislamischen Hamas gegen Israel. Zugleich rief sie Israel zur Mäßigung auf.

 

Syrische Armee vor großer Offensive in Idlib

Die syrische Armee hat mit den Vorbereitungen ihrer Offensive gegen das letzte größere Rebellengebiet im Land begonnen. Nach Informationen von Kriegsbeobachtern gab es in den Provinzen Idlib, Hama und Aleppo zahlreiche Luft- und Artillerieangriffe. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von mindestens 22 Todesopfern. Idlib gilt als Hochburg der Assad-Gegner. Hunderttausende Rebellen und Extremisten waren nach ihrer militärischen Niederlage in die Provinz gebracht worden. Die Vereinten Nationen befürchten eine neue Fluchtwelle.

 

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