11.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 11.07.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

11.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Mittwoch, 11.07.2018 – langsam gesprochen als MP3

Urteil im NSU-Prozess erwartet

Im Prozess um die Morde der rechtsextremen NSU-Terrorgruppe soll an diesem Mittwoch das Urteil fallen. Mehr als fünf Jahre hat das Oberlandesgericht München versucht, zehn Morde an Männern türkischer und griechischer Herkunft und an einer Polizistin sowie zwei Bombenanschläge aufzuklären. Die mutmaßlichen Haupttäter, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, hatten sich bei ihrer Enttarnung 2011 getötet. Auf der Anklagebank sitzen ihre Gefährtin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer des sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrunds". Die Bundesanwaltschaft fordert für Zschäpe lebenslange Haft.

 

Mindestens 20 Todesopfer bei Anschlag in Pakistan

Die Zahl der Todesopfer eines Selbstmordanschlags im Nordwesten Pakistans hat sich auf mindestens 20 erhöht. Es gab mindestens 60 Verletzte. Nach Angaben der Polizei sprengte sich der Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Peshawar in die Luft. Getötet wurde auch der prominente örtliche Politiker Haroon Bilour, der als Kandidat der Awami-National-Partei bei der Parlamentswahl am 25. Juli antreten wollte. Die paschtunische linksliberale Awami-National-Partei, die sich entschieden gegen die Taliban wendet, wurde schon öfter Ziel islamistischer Extremisten.

 

Neue US-Liste mit Strafzöllen für chinesische Waren

Im Zollstreit mit China haben die USA eine Liste mit weiteren betroffenen Importprodukten im Volumen von 200 Milliarden Dollar veröffentlicht. Die Strafzölle könnten im September in Kraft treten, so ein US-Regierungsbeamter. Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, dass seine Regierung zusätzliche Zölle auf chinesische Produkte im Volumen von insgesamt 500 Milliarden Dollar jährlich erheben könnte. Erst am Freitag hatten die USA Zölle in Höhe von 25% auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. China verhängte Vergeltungszölle gleichen Ausmaßes. 

 

Streit über Verteidigungsbudgets dürfte NATO-Gipfel dominieren

In Brüssel beginnt an diesem Mittwoch der NATO-Gipfel. Im Zentrum des zweitägigen Treffens dürfte der Streit über die Höhe der Wehrausgaben stehen. US-Präsident Donald Trump hat besonders Deutschland wiederholt dafür kritisiert, dass es das Zwei-Prozent-Ziel des Bündnisses weit verfehlt. Aus seiner Sicht lassen sich andere Staaten auf Kosten der USA beschützen, die mit Abstand am meisten für die Verteidigung ausgeben. Trotz der Differenzen zeigten sich sowohl Trump als auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Vorfeld des Gipfels zuversichtlich, eine Lösung finden zu können.

 

May gibt sich in Regierungskrise kämpferisch

Nach den Rücktritten zweier wichtiger Minister hat die britische Premierministerin Theresa May ihre umstrittenen Brexit-Vorschläge verteidigt und sich kampfeslustig gezeigt. Man wolle einen geordneten EU-Austritt, dabei aber Wünsche der Brexit-Wähler erfüllen, etwa nach Begrenzung des Zuzugs von EU-Bürgern, sagte May bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in London. Merkel begrüßte, dass May neue Pläne vorgelegt habe. Bei der EU nimmt man Mays Vorschläge jedoch zurückhaltend auf. Unterhändler Michel Barnier bekräftigte bekannte EU-Positionen, die Mays Plänen zum Teil widersprechen.

 

Frankreich erreicht das Fußball-WM-Finale

Das französische Team von Trainer Didier Deschamps setzte sich in St. Petersburg im Halbfinale mit 1:0 gegen Belgien durch. Den Treffer erzielte Abwehrspieler Samuel Umtiti in der 51. Minute. Damit steht Frankreich am Sonntag zum dritten Mal im Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Der Gegner wird am Mittwoch im Moskauer Luschniki-Stadion im Spiel England gegen Kroatien ermittelt.

 

Hedgefonds übernimmt AC Mailand

Der US-Hedgefonds Elliot hat den italienischen Fußball-Club AC Mailand übernommen. Das gab das Finanzunternehmen um den Milliardär Paul Singer bekannt. Elliott verpflichtete sich zu einer Finanzspritze von 50 Millionen Euro, um "die Finanzen zu stabilisieren". Der bisherige chinesische Besitzer Li Yonghong hatte es versäumt, rechtzeitig Schulden in Höhe von 32 Millionen Euro zu begleichen. Li hatte Mailand im April 2017 vom langjährigen Besitzer und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gekauft.

 

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