110 Jahre Haft für US-Banker | Wirtschaft | DW | 14.06.2012
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Wirtschaft

110 Jahre Haft für US-Banker

Ein ehemaliger Milliardär ist im US-Bundesstaat Texas zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Er soll Investoren um Milliarden betrogen haben.

Allen Stanford vor seiner Verurteilung am 14.06.2012. (Foto: Reuters)

Allen Stanford (m.)

Der US-Finanzier Allen Stanford muss wegen milliardenschweren Anlagebetrugs bis an sein Lebensende hinter Gitter. Der ehemalige Milliardär wurde von einem US-Bundesrichter zu einer Gefängnisstrafe von 110 Jahren verurteilt.

Eine Jury im texanischen Houston hatte ihn im März für schuldig befunden. Sie sah es als erwiesen an, dass der 62-Jährige mit einer auf der Karibikinsel Antigua angesiedelten Firma mehr als 30.000 Investoren aus rund hundert Ländern betrogen haben soll. Der Gesamtschaden des Schneeballsystem betrug demnach mehr als sieben Milliarden US-Dollar. Stanford hatte sich in allen Anklagepunkten für unschuldig erklärt.

Der Texaner war im Februar 2009 festgenommen worden und verbrachte wegen Fluchtgefahr die vergangenen drei Jahre im Gefängnis. Der Fall ähnelt dem 50-Milliarden-Dollar-Betrug des New Yorker Finanzjongleurs Bernard Madoff, der im Sommer 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt worden war.

bea/haz (rtr/afp)